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Im Licht der Visionen

21. Januar 2015

Es sind Fragen der Entspannung, Fragen der Versenkung und der Dunkelheit. Es sind Fragen der Anspannung, Fragen der Bewegung und des Lichts, die zustellen sind, wenn es um das Verhältnis von Lyrik und Film geht. In der Edition Poeticon des Verlagshauses J. Frank widmet sich Jan Völker Röhnert dieser komplexen, aber doch naheliegenden, weil historisch folgerichtigen Beziehung von sprachlichem und bewegtem Bild. Röhnert ist ausgewiesener Experte auf dem Gebiet, hat unter anderem mit einer Arbeit über Lyrik im Zeitalter der Kinematographie promoviert und eine vielbeachtete Anthologie mit Film- und Kinogedichten mitherausgegeben.

Warum Röhnert so viel am Thema liegt, erfährt man gleich zu Beginn seines Essays. Schuld, wenn man so will, sind seine Großväter. Der eine lernte als Schiffsmaschinist im Zweiten Weltkrieg für damalige Verhältnisse weit entfernte Teile der Erde kennen, war in Tanger, Marrakesch und Singapur. Die Fotos, die er dort aufnahm, erinnerten den Enkel an Standfotos aus der Wochenschau. Dass der Großvater in britischer Kriegsgefangenschaft zeitweise als Filmvorführer arbeitete, passt auch ins Bild. Der andere Großvater widmete sich nach dem Krieg dem Hobbyfilmen und führte die anfälligen Zelluloidstreifen der Familie vor. Dabei scheint es vor allem die fragile Technik dem Enkel angetan zu haben. „Keine Vorführung, bei der der schmale Streifen nicht einmal an der glutheißen Projektorbirne schmolz und sogleich geduldig am Schneidetisch mit einer hauchdünnen Feile präpariert und speziellem Leim geklebt werden musste.“

Die komplette Besprechung gibt es auf fixpoetry.com


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