Posts Tagged ‘David Bowie’

Tributes

6. August 2017

Ich mag sowas.

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Psst!

28. Februar 2017

#donotdisturb #davidbowie #peterhandke #reading

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Wake up Lazarus, it’s late!

10. Januar 2017

(Ivo van Hove, 2015)

70

8. Januar 2017

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(c) Helen Green

Neue Musik 2016

11. Oktober 2016

Mitte des Jahres hatten viele von uns den Eindruck, dass sich die Großen dieser Welt alle auf einmal verabschieden. Auf der Totentafel für 2016 stehen auffällig viele Künstler, Schriftsteller, Schauspieler und Musiker. Vor allem die Tode von David Bowie und Lemmy (in den letzten Tagen des alten Jahres gestorben) waren ein ziemlicher Schock für mich.

Aber irgendwie habe ich in diesen Wochen den Eindruck, dass das musikalische Jahr so eine Art Wiedergutmachung und Heilung betreibt. Die prominenten Todesmeldungen wurden weniger, die angekündigten Neuerscheinungen immer mehr.

Sicher ist das ein absurder Gedanke aber nach dem Schock um Lemmy und der Trauer um Bowie freue ich mich dieser Tage sehr über neue Alben von:

  • Leonard Cohen
  • Nick Cave & The Bad Seeds
  • Trent Reznor & Atticus Ross
  • White Lies
  • Phillip Boa & The Voodooclub
  • Aphex Twin
  • Kate Tempest
  • Beginner
  • Marissa Nadler
  • Arpen

Wish

18. Februar 2016

Wish! 1992 war das! Als Nine Inch Nails die Rockmusik nicht minder revolutioniert hatten als, sagen wir… Nirvana. Nur dass Trent Reznor, dank David Bowie, die Kurve gekriegt hat. Bowie hatte es ja immer bedauert Cobain nie getroffen zu haben. Vor allem, um ihm für dieses Cover zu danken. Dafür traf er Reznor, der nichts von Bowie gecovert hat, sondern lieber gleich einen Song mit ihm aufgenommen hat. (Wobei ich mir ein NIN-Cover von „Heroes“ mittlerweile ganz gut vorstellen kann. Hat ja mit Joy Divisions Atmosphere auch gut geklappt.)

Ich hab immer mal wieder nach möglichen Verbindungen zwischen NIN und Nirvana gesucht. Und fand das auch nie abwegig. Spätestens dann nicht mehr, als Dave Grohl einen Großteil der Drums für das Album With Teeth eingetrommelt hatte. Naja, und Bowie natürlich. Aber das ging mir doch recht spät auf.

Stellt euch das mal vor! David Bowie connected Trent Reznor und Kurt Cobain! Hätte letzterer noch ein oder zwei Jahre durchgehalten, wäre es vielleicht dazu gekommen. Ein gemeinsamer Song. Vielleicht sogar gemeinsame Konzerte. Wunschdenken.

Wieso komme ich eigentlich darauf? I Wish this Broken EP to get Fixed by remastering for a long time. Aus diesem Anlass habe ich mir seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder das Video zu Wish angesehen und musste irgendwie an ein Video von Nirvana denken.

Irgendwie aber auch ganz gut, dass Trent Reznor nie all zu tief in den MTV-Sumpf gezogen wurde. Dieses andere NIN-Video, das Ikonische, wollten sie ja erst gar nicht senden. Dann lief es fast zwei Jahre auf heavy rotation. Die Pfeifen. Da hatte sich Reznor längst mit einem sehr langen, sehr mittigen Mittelfinger am Kopf gekratzt.

Bowie in Berlin// Blick in die Werkstatt

17. Dezember 2015

Letzte Nacht habe ich im WDR Hörspielspeicher das hier gefunden: „Ich habe mich noch nie so frei gefühlt“ – David Bowie in Berlin.

Nun weiß ich natürlich, dass Bowies Berliner Jahre längst zu den Mythen um ihn, aber auch um West-Berlin zählen und ich dahingehend wohl kaum etwas Neues zu bloggen habe. Zumal ich über David Bowie nicht mehr weiß, als mir MTV, VH-1, 3sat und arte beigebracht haben.

Wie auch immer. Das gefundene Hörspiel, das viele O-Töne von Bowies Berliner Zeitgenossen, darunter selbstverständlich auch Iggy Pop, bereithält, hat mir gut gefallen, da es weniger auf Personenkult, denn auf Atmosphäre setzt. Und das meint natürlich vor allem diese spezielle Westberliner Atmo der 1970er, die selbst von denen, die dabei waren nur schwer in Worte zu fassen ist.

Die Einflüsse und Eindrücke, die zum Entstehen des Albums „Heroes“ beigetragen haben, kamen jedoch nicht nur aus der depressiven Gegenwart der geteilten Stadt, sondern offenbar auch aus dem Interesse für die Geschichte Berlins, das Ende der 1920er/Anfang der 1930er bekanntlich das heißeste Parkett Europas war, weil hier Tag und Nacht auf dem Vulkan getanzt wurde.

In diesem Zusammenhang zog es David Bowie und Iggy Pop auch merhfach ins Brücke-Museum, in dem sie ein Gemälde von Erich Heckel nachhaltig beeindruckte. Es ist das Bild mit dem für die Musiker sicher betörenden Titel Roquairol (1917), das die komplexe Schauspielerfigur aus Jean Pauls Roman Titan (1800/1803) zeigt.

Auffällig an dieser Darstellung ist natürlich die ungewöhnliche, wie charakteristsche Arm- und Handhaltung der Figur. Sowohl Iggy Pop, als auch David Bowie spielten auf den Coverfotografien ihrer „Berliner Alben“ darauf an.

Iggy Pop – The Idiot (1977)

David Bowie – „Heroes“ (1977)

Interessant fand ich diese, für mich neue Information deswegen, weil ich gewissermaßen als „Fan“ von Egon Schiele eine Vorliebe für ungewöhnliche Handhaltungen in Portraits habe. (nerdy, I know it.) Ausgelöst wurde sie durch eine Portraitzeichnung Schieles von Carl Otten (den Schiele mehrfach zeichnete). Zu sehen in Kurt Pinthus legendärer Anthologie Menschheitsdämmerung (1919/1920). (Zahlreiche weitere Beispiele von Schiele-Portraits mit außergewöhnlichen Händen finden sich u.a. hier. – Die Portraitfotografien, die Schiele selbst zeigen, sind zudem oft von expressiven Handhaltungen geprägt.)

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Meine, seit der Schulzeit anhaltende Begeisterung für den Expressionismus bzw. die gesamte sog. „Klassische Moderne“ ist zum Teil sicher auch auf diese Zeichnung zurückzuführen. Seit dem das selfie, das es natürlich lange vor der Erfindung des Smartphones gab, als kulturelles, soziologischen und ästhetisches Phänomen wahrgenommen wird, interessiere ich mich auch wieder vermehrt für die Bildsprache von (Selbst-)Portraits und versuche deren zentrale Begriffe Selbst- und Fremdwahrnehmung, sowie Selbst- und Fremdinszenierung in Gedichten auszuloten bzw. für diese nutzbar zu machen. (Dazu bald mehr, falls Interesse besteht.) Seit dem mich das Bowie-Hörspiel an die Expressivität von Händen erinnert hat, werde ich diesen Aspekt in meinem Portraiprojekt unbedingt berücksichtigen.

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