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Grande Jeunesse – Raymond Roussels Jugendwerke erstmals in deutscher Übersetzung

8. August 2014

Tatsächlich! Zwei Jahre nachdem Die Andere Bibliothek Raymond Roussels Locus Solus wieder auflegte, wagt sich ein weiterer Verlag ein Werk des eigenwilligen französischen Avantgardisten herauszubringen. Mit Chiquenaude und andere Texte aus früher Jugend veröffentlicht der Berliner Kleinverlag zero sharp acht kürzere Prosaarbeiten Roussels, die durch einen Essay seines langjährigen Psychiaters Pierre Janet und ein informatives Nachwort von Übersetzer und Herausgeber Maximillian Gilleßen ergänzt werden. Ergänzungen, die der deutschsprachige Leser auch dringend benötigt, um die Bedeutung dieser Jugendwerke richtig einordnen zu können.

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Raymond Roussel, der 1877 in wohlhabenden Verhältnissen geboren wurde, widmete sein Leben fast ausschließlich dem Reisen und der Literatur. Mit 19 Jahren verfasste er in einem Zustand äußerster Ektase ein Versepos mit dem Titel La Doublure. Als der von ihm erwartete Erfolg ausblieb, geriet Roussel in eine schwere Krise, die zu Depressionen führte. Janets Essay Die psychologischen Merkmale der Ekstase schildert eindrucksvoll die „strahlende Glorie“, in deren Licht Roussel sein erstes größeres Werk schrieb. Er beschreibt aber auch deren Verlust durch Vollendung und Veröffentlichung des Werkes und schließlich Roussels lebenslange Versuche diese einmal empfundene Euphorie des Schreibens wiederzufinden.

Die vollständie Besprechung gibt es auf fixpoetry.com


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