Posts Tagged ‘Anthropozän’

Lyrik im Anthropozän

6. Juli 2016

Kookbooks druckt! Und ich bin dabei. Mein Gedicht als der Mond noch tiefer hing erscheint neben vielen, vielen, vielen anderen Gedichten einer mehr als illustren Autorenauswahl am 24.7. in der Anthologie all dies hier, Majestät, ist deins. Lyrik im Anthropozän. 🙂

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Infos zum Projekt gibt es hier.

Eine Vorankündigung des Verlags inkl. Inhaltsverzeichnis bei Facebook.

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Die Menschenzeit

21. April 2016

Es geht noch mal ums „Wir“. Irgendwie.

Bereits 2013 startete das auf zwei Jahre angelegte, kooperative Anthropozän-Projekt zur kulturellen „Grundlagenforschung mit den Mitteln der Kunst und der Wissenschaft“ in Berlin. Es wurde vom Deutschen Bundestag in Auftrag gegeben und finanziert „ohne ein bestimmtes Ergebnis zu erwarten, wohl wissend, dass das Ergebnis politisch relevant sein würde.“ So der Abgeordnete Rüdiger Kruse (CDU), dessen kurzer Beitrag den Sammelband „Das Anthropozän – Zum Stand der Dinge“ beschließt. Das Buch ist so etwas wie der Abschlussbericht des Projektes und gleichzeitig eine Einladung, den Anthropozändiskurs von hier aus weiterzuführen.

Jürgen Renn, Bernd Scherer (Hg): Das Anthropozän

Der Begriff des Anthropozäns wurde im Jahr 2000 bei einer wissenschaftlichen Tagung vom niederländischen Meteorologen und Chemienobelpreisträger Paul J. Crutzen vorgeschlagen. Seiner Ansicht nach ist der Einfluss des Menschen auf die Erde so enorm, dass man längst von einem neuen Erdzeitalter sprechen muss. Damit hätte das Anthropozän das Holozän abgelöst.

Bis heute ist das Anthropozän als Begriff oder erdgeschichtliche Kategorie nicht endgültig definiert, geschweige denn anerkannt. Der Diskurs, den Crutzens These nach sich zog, ist noch immer in vollem Gange und wird sich, bedenkt man seine immer größer werdende Reichweite, in den kommenden Jahren noch intensivieren. Er wird sich intensivieren müssen, möchte man sagen, wenn man bedenkt, welche fundamentalen, welche im Wortsinne globalen Fragestellungen und Probleme allein schon die Einführung des Begriffs nach sich zieht. Die Spannweite reicht von bekannten Problemen wie dem Klimawandel oder der Welternährung über die sich verändernde chemische Zusammensetzung der Erdatmosphäre bis hin zu biologischen, psychologischen und philosophischen Neubewertungen des Menschen an sich.

Bei fixpoetry.com geht’s weiter.

 

Ausgraben, umschichten, neudichten – Daniel Falb über das Anthropozän und Anthropozändichtung

3. März 2016

„Homo sapiens, dessen Population seit 1800 von etwa 1 Milliarde auf über 7 Milliarden angewachsen ist, modifiziert heute mehr als die Hälfte der kontinentalen Erdoberfläche durch Agrikultur und Urbanisierung, bewegt jährlich mehr physische Materialien über die Erdoberfläche als alle non-anthropogenen Prozesse auf der Erde zusammen, macht mit seinen Nutz- und Haustieren über 97% der Biomasse aller terrestrischen Wirbeltiere und Vögel aus, produziert ein Klima, wie es auf der Erde seit dem Tertiär nicht mehr geherrscht hat und ist dabei, das sechste Massenaussterben von Arten in der Erdgeschichte herbeizuführen.“

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Mag sein, dass die meisten Menschen heutzutage wissen, wie stark sich ihr Einfluss oder zumindest der Einfluss ihrer Spezies auf das ökologische Gleichgewicht des Planeten auswirkt. Doch es ist zu bezweifeln, dass die Mehrzahl der Menschen schon einmal darüber nachgedacht hat, dass sie jetzt, in dieser Zeit, in der sie lebt, dazu beiträgt, Erdgeschichte zu schreiben.

Geht es nach dem niederländischen Meteorologen und Chemienobelpreisträger Paul J. Crutzen, tun wir aber genau das. Gemeinsam mit Eugene F. Stoermer veröffentlichte er im Jahr 2000 einen Essay, der in der Wissenschaftswelt für großes Aufsehen sorgte. Aufgrund der oben genannten Entwicklungen in der Menschheitsgeschichte kamen die beiden zu der Erkenntnis, dass die Erde sich nicht mehr im Holozän befindet, sondern in ein neues geologisches Zeitalter eingetreten ist: das Anthropozän.

Weiterlesen auf den Seiten der Signaturen.

Das Buch im Verlag.

Gedicht der Woche

4. Februar 2016

Das für meine Verhältnisse recht lange Gedicht „fossile Gewässer“ ist von heute an bis zum 11.2. das Gedicht der Woche auf der Startseite der Signaturen. Danach wird es weiterhin im Archiv der vorangegangenen Gedichte der Woche zu finden sein; in dem es sehr viel, sehr gute, aktuelle Lyrik zu entdecken gibt.


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