Posts Tagged ‘Alexander Graeff’

Wassily Kandinsky als Dichter

21. November 2017

Zum Jahresende stellen wir mit In guter Nachbarschaft noch einmal etwas richtig Großes auf die Beine! Meine wärmste Empfehlung – nicht nur als Veranstalter. Wir sehen uns in Weimar.

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Alle Infos hier.

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Plädoyer für eine surreale Prosa und Lyrik

16. Juli 2014

Das Bloggen über die Manifeste für eine Literatur der Zukunft hat natürlich einen Grund, auch wenn das nicht immer gleich ersichtlich wird. Es geht mir dabei um einen Abgleich von poetologischen Positionen anderer Autoren mit meinen eigenen. Bzw. geht es mir überhaupt um eine poetologische Bewusstwerdung. (Die auch über den Diskurs vorangetrieben werden kann, weswegen ich einen Teil des Weges öffentlich gehe.)

Dabei suche ich vor allem nach Möglichkeiten dem „allgemeinen Realismus“ eine experimentelle Literatur gegenüber zu stellen, die an verschüttete Traditionen v.a. der Klassischen Moderne anknüpft und sie unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts fortführt.

Natürlich bin ich damit noch lange nicht am Ende.

Einen gehörigen Schritt weiter ist der Berliner Autor Alexander Graeff, der jüngst ein Plädoyer für eine surreale Prosa und Lyrik auf Fixpoetry.com veröffentlichte, das meinen Vorstellungen von einer Literatur der Zukunft recht nahe kommt.

„Das Offene und Experimentelle als poetologische Prinzipien des Schreibens zu begreifen, ist einem grundlegenden Motiv der klassischen Moderne geschuldet, das etwa im Expressionismus, Dadaismus und Surrealismus seinen Ausdruck fand.5 So gesehen umfasst das Experiment als Figur des Denkens neben dem Impulsiven und Offenen immer auch den Mut zu Alternativen, den Mut zum Spekulieren gegenüber dem Gegenwärtigen, insbesondere gegenüber dem, was gemeinhin als das (literarische, gesellschaftliche, politische) Reale bezeichnet wird. Eine experimentelle Art des Schreibens soll hier also als ein Schreiben verstanden werden, das sich nicht nur gegen den literarischen Status Quo erhebt, sondern sich auch auf inhaltlich-thematischer Ebene als ein engagiertes Vorgehen gegen bestehende Normen und festgefahrene Mentalitätsmuster versteht; dies freilich immer zurückgebunden an das Schreiben selbst, d. h. im Modus des Poetischen, nicht als Dokumentation des Politischen.“

Wie eine solche Literatur heutzutage gelingen kann, versucht Graeff in 4 Thesen zu erörtern. Ein sehr lesenswerter Beitrag, der verglichen mit den Feuilletondebatten über den Zustand der Gegenwartsliteratur, endlich konkrete Gegenvorschläge anbringt.


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