Letzte Beiträge

30. Juni 2017

Ich habe seit April, nach längerer Rezensionspause, wieder ein paar Bücher für fixpoetry.com und das Signaturen Magazin besprochen und versäumt sie über dieses Blog weiterzugeben. Das hole ich jetzt nach:

Für Fixpoetry besprochen:

Szilárd Borbély – Kafkas Sohn (Prosa)

Jakob Nolte – Schreckliche Gewalten (Roman)

Für Signaturen:

Kate Tempest – Brand New Ancients/ Brandneue Klassiker (Lyrik)

Bericht von den 20. Thüringer Literatur- und Autorentagen auf Burg Ranis

Nach wie vor verwaist dieses Blog ein wenig, sorry. Dafür bin ich WordPress hier treu.

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Bis bald und schönen Sommer!

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14. Juni 2017

Kurzes Statement zur geistigen Provinzialität

2. Juni 2017

„Die anderen Länder lachen über Amerika.“ hat Donald J. Trump (45. Präsident der Vereinigten Staaten. Wirklich.) bei jener Pressekonferenz behauptet, bei der er bestätigte, dass sein Land sich aus dem Pariser Klimaabkommen zurückziehen werde — um einen neuen Vertrag auszuhandeln, „der fair ist“.

DA6hmndW0AABXsLDazu nur ein kurzer Gedanke. „Die anderen lachen über uns.“ klingt für mich wie jener provinzielle Minderwertigkeitskomplex, der jeglichen „anderen“ gegenüber gern zum Abwehr- bzw. Abkehrsatz Nr.1 führt „Der/Die hält/halten sich für was Besseres.“ – weil er/sie Dinge anders machen, als andere.

Und das hat nichts mit Dorf- oder Stadtbewohner zu tun, sondern mit geschlossenen Communities, die ihr Handeln für das (einzig) Richtige halten. Geistige Provinzen also, voll geistiger Provinzialität. Man findet sie im Eigenheim hinterm Gartenzaun genauso, wie im Weißen Haus hinterm schmiedeeisernen Tor.

Btw.: Was ist eigentlich schlimmer – Wahnsinn oder Ideologie?

Punkrock-Echo

7. April 2017

Gestern war ich ein glücklicher Mensch, weil der Mainstream den Mainstream kritisiert hat. Das ist schöner, als wenn der Underground den Mainstream kritisiert, weil das erstens irgendwie normal ist und zweitens das Echo größer ist. Tja, Echo… den und die gesamte deutsche Popmusikindustrie hat Jan Böhmermann schön auf links gezogen. Und mein Stammtisch-Ich, für das ich mich ein bisschen schäme, aber dass sich nicht verleugnen lässt, jauchzte: Endlich sachts ma einer!

(Es folgen 22 sehr sehr gute Minuten. Und 11 Sekunden.)

Gut. Da denkt man sich jetzt vielleicht schulterzucked: „Weiß doch jeder, dass das 0815 Konservenmucke ist und ECHO, Grammy und Co. nichtswürdige Masturbation des Musikbetriebes.“ Stimmt. Aber es nervt mich als Musikliebhaber schon ziemlich; noch mehr aber die Tatsache, dass diese Legion gewordenen Hanswürste und -würstinnen als reale „Pop-Poeten“ mit deeper message vermarktet und von der Presseöffentlichkeit auch so bezeichnet/angesehen werden, sodass diese „Künstler“ es am Ende selbst glauben. From the bottom of my heart where the Schatulle with the crappy poplyric-Brüchstücken liegt, aus denen ich euch mal schnell nen Hit zum Nachdenken zusammenbastel. Voll real und deep und echt erfahren.

Pop-Poeten. Und Julia Engelmann ist Dichterin. Klar.

Was die 5 Schimpansen aus dem Gelsenkirchener Zoo zusammengeschustert haben, gibt es übrigens hier in voller Länge.

Darauf antwortet bei der Echo-Verleihung ausgerechnet der in allen möglichen Bereichen des Lebens von Fußball bis Welthungerhilfe auf Realness pochende Oberpunkrocker der Nation, der ja eigentlich nur indirekt mit der aktuellen Böhmermann-Aktion zu tun hat. Aber Campino hat ja auch noch ne Rechnung mit Böhmermann offen, ne?

Anders kann ich mir nicht erklären, warum ausgerechnet er den Weichspülpopheinzen und -heinzinnen zur Seite springt. (Weil diese Hosen mittlerweile selbst die peinlichsten Larrys des Deutschrock sind – okay.)

„Der Toten-Hosen-Sänger Campino hat Fernsehsatiriker Jan Böhmermann bei der Echo-Verleihung heftig kritisiert. «Lieber uncool sein als ein cooles Arschloch, das sich nicht konstruktiv einbringen kann», sagte Campino am Donnerstagabend in Berlin. Er sprach auch von «Böhmermannschem Zeitgeistgeplapper».“ (dpa)

Also dazu fällt mir spontan nur eine Gesichtspalme und diese Simpsons-Szene ein. Ein echter Klassiker.

182648Und was Campino unter „sich einbringen“ versteht, hat man ja bei diesem peinlichen Band Aid Projekt gesehen. Wie ist eigentlich der aktuelle Stand der Ebolakranken in Afrika, lieber Campino? Do? You? Know? How life is go-ing theeeere?

Btw.: Leonard Cohen war für einen Blecho nominiert – den viele bei der Verleihung anwesende bis zu seinem Tod wahrscheinlich nicht mal kannten –  als bester Künstler international. Zusammen mit u.a. Robbie Williams, der wahrscheinlich einfach nur gerade in Berlin war. Gewonnen hat Cohen dann (natürlich?) nicht, sondern Rag ’n‘ Bone Man. Die anderen Nominierten in der Kategorie: Shawn Mendes (who? Wikipedia: kanadischer Songwriter. soso.) und Drake. Dazu fällt mir nichts mehr ein.

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2. April 2017

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Zuflucht in Deutschland – Texte verfolgter Autoren

30. März 2017

Zeitzünder: German Gothic

26. März 2017

Mein Text German Gothic erscheint in der Rubrik Zeitzünder: Politik & Poesie auf den Seiten der Signaturen. Hier klicken.

Psst!

28. Februar 2017

#donotdisturb #davidbowie #peterhandke #reading

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20. Februar 2017

Kultur machen. Gemeinsam. – Ein Gespräch zwischen den Macher*innen von hEFt Erfurt, Literaturfestival Erfurt und In guter Nachbarschaft

17. Februar 2017

In guter Nachbarschaft - Die unabhängige Lesereihe in Thüringen

Am 18.2. findet im Erfurter Club Frau Korte die Veranstaltung „watch us grow.“ statt. Dafür haben sich u.a. vier Kulturinitiativen aus Erfurt bzw. Thüringen zusammengeschlossen. In einem gemeinsamen Chat haben sich die Organisator*innen von In guter Nachbarschaft mit Alexander Platz und Thomas Putz vom hEFt Erfurt, sowie Max Walther vom Literaturfestival Erfurt über die Förderung der freien Kulturszene in Thüringen unterhalten.

Peter Neumann: 2016 war ja miserables Jahr für die Kulturförderung in Erfurt: verspäteter Haushaltbeschluss, umfangreiche Kürzungen, gerade im Bereich der Freien Szene. Der „kulturelle Notstand“ wurde verkündet. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass die Freie Szene immer lebendiger wird, vielfältiger, vernetzter, und auch zunehmend überregional wahrgenommen wird. Letztes Jahr haben sehr viel schöne Dinge stattgefunden: Ich erinnere mich an das Festival der Unlesbarkeit, eine Kooperation von Textil-Festival und Literaturfestival Erfurt, in Jena die „Summer Edition“ von In guter Nachbarschaft. Und jetzt der…

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