Archive for the ‘Lyrik’ Category

Wassily Kandinsky als Dichter

21. November 2017

Zum Jahresende stellen wir mit In guter Nachbarschaft noch einmal etwas richtig Großes auf die Beine! Meine wärmste Empfehlung – nicht nur als Veranstalter. Wir sehen uns in Weimar.

2011-11-12_Finale-04

Alle Infos hier.

Advertisements

† 7.11.2016

7. November 2017

I’m traveling light/ it’s au revoir…

Still heartbroken.

to betray the revolution – Cohen-Variationen

3. November 2017

Meinem Buch heimische Arten sollte ursprünglich ein Motto von Leonard Cohen vorangestellt sein. Im Laufe der finalen Bearbeitungen, des Lektorats und der Textauswahl erschien mir aber das jetzige Motto passender. Dennoch gefällt mir der ursprünglich ausgewählte Text noch immer.

Es handelt sich dabei um das 111 Gedicht aus Cohens Buch The Energy of Slaves (1972), übersetzt vom großen Harry Rowohlt.

20171103_115919

Rowohlts Ruf als Übersetzer bedarf sicher keiner Erklärung mehr. Auch diesem Band hat er seinen eigenen Stempel aufgedrückt ohne dem Original gegenüber respektlos zu sein. Ich selbst habe nur dann und wann mal ein Gedicht aus dem Emglischen übersetzt. Seither ist mein Respekt gegenüber denen, die das öfter tun ins Unermessliche gewachsen. Auch weil ich weiß, dass es im Grunde fast unmöglich ist. (The Energy of Slaves –> Die Energie von Sklaven// Die Energie der Sklaven?) Aber ich kann mich auch irren. Mir fällt das freiere Nachdichten jedenfalls wesentlich leichter. Das Original als elastisches Material und Ideengeber für einen semi-eigenen Text.

Wie auch immer. Hier ein paar Variationen des Cohen-Textes

Jeder Mann
hat seine Art
die Revolution zu verraten
Das ist meine

Jeder Mensch
hat seine Art
die Revolution zu verraten
Das ist meine

Jedermann
findet einen Weg
die Revolution zu verraten
Das ist meiner

Jeder
geht seinen Weg
um die Revolution zu verraten
Das ist meiner

20171103_115940

Leonard Cohen – The Energy of Slaves / Die Energie von Sklaven. Deutsch von Harry Rowohlt. Zweitausendeins: Franfurt/Main, 1975.

Eine Privataudienz

19. Oktober 2017

Es liegt ein gewisser Reiz im Spiel mit Anachronismen und so kann man schon einmal hellhörig werden, wenn ein bekannter, etablierter Dichter wie Uwe Kolbe im Jahr 2017 einen Buch mit Psalmen veröffentlicht. Nach dem Lesen bleibt jedoch die Frage nach dem Warum? offen. Soviel scheint aber festzustehen: Ein Spiel mit Gott wagt Kolbe nicht.

Er habe in früheren Gedichten hin und wieder eine göttliche Instanz angesprochen, sagt Kolbe, diese sei aber unbestimmt gewesen und stets mit ironischer Rede verbunden. Mit anderen Worten, eine echte Annäherung fand im Gedicht nicht statt, denn Ironie und Glaube lassen sich nicht in Einklang bringen. Jetzt, mit 60 Jahren, traut sich Kolbe konkreter von Gott zu sprechen, ihn anzusprechen. Er tut das in Form von Psalmen, deren Adressat konsequenterweise ein alttestamentarischer Gott sein muss, der sich jedoch nicht mit Kolbes Erfahrung deckt. Vielmehr findet er das Göttliche im Naturerlebnis, wie er sagt. Ein Widerspruch, vielmehr eine Kluft, die hier entsteht und auch mit Rückgriff auf die Tradition der Psalmen nicht überbrückt werden kann.

Weiterlesen auf fixpoetry.com

fossile Gewässer

28. September 2017

Neues Buch. Neue Termine.

27. September 2017

Mein neues Buch ist da.

27. September 2017

Private wie urbane Räume, die hier bedichtet werden, sind trostlos, das Rurale beiläufig, aber zunehmend rituell. Die Zeichen vergletschern! Was der Mensch nicht wahrnimmt: die Ränder zur ungewissen Zukunft als auch zur dunklen Vorvergangenheit zerfasern, es entstehen Fraßbilder, irgendwo im Düsteren schließt sich der Kreis … Mario Osterland gelingt es, uns wie nebenbei Beklemmung und […]

über Mario Osterland: heimische Arten — parasitenpresse

60

22. September 2017

It’s his 21915th day on earth. Happy Birthday! A big black cloud come over Germany soon! I will attend two shows on the forthcoming tour. *excited*

 

Bild könnte enthalten: 1 Person, Text

Antique Sounds

11. September 2017

Vergangenen Monat hatte ich das großer Vergnügen im Weimarer Poetryfilmkanal den Film „Antique Sounds“ von Evan Holm nach eine Gedicht von W. S. Merwin vorzustellen. Allerdings habe ich dann vergessen den Beitrag zu teilen. Aber der Film ist immer noch sehr sehenswert und der Text hoffentlich lesenswert, weswegen ich das Teilen hiermit nachhole.

Übersetzt habe ich das Gedicht auch. Das alles findet ihr hier.

Ulrich Zieger † 23/7/2015

23. Juli 2017

Heute vor zwei Jahren starb der Schriftsteller Ulrich Zieger. Vergesst ihn nicht! Solche Autoren gibt es nicht oft. Zum Beweis und zur Erinnerung – seine Lesung in Klagenfurt 1997. Ein großartiger Text und eine völlig überforderte Jury.

///


%d Bloggern gefällt das: