Archive for the ‘Lyrik’ Category

Dünenmeer / Sea of Dunes / بحرالرِمَال

16. November 2019

Nissmah Roshdys Film Dünenmeer, der auf einem Gedicht von mir beruht wurde auf verschiedene Festivals eingeladen und ist dort jeweils in den Wettbewerben verschiedener Kategorien zu sehen.

Das sind die nächsten Möglichkeiten den Film zu sehen:

26. November 2019 – 13:30 Uhr – Kairo (Ägypten) – Cairo International Film Festival – weitere Infos

1. Dezember 2019 – 20 Uhr – Wien (Österreich) – Art Visuals & Poetry Filmfestival 2019 – weitere Infos

7. Dezember 2019 – 19:30 Uhr – Berlin (Deutschland) – ZEBRA Poetry Film Festival – weitere Infos

8. Dezember 2019 – 14:30 Uhr – Berlin (Deutschland) – ZEBRA Poetry Film Festival – weitere Infos

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Mayröcker-Variationen

28. Oktober 2018

Die Mayröcker-Variationen sind da! Inkl. eines Textes von mir, basierend auf einem Gedicht der bedeutenden Autorin aus Wien. Eine erste Querlektüre durch’s Belegexemplar ergibt: unbedingte Kaufempfehlung!

Zur Website des Literaturboten

„meine liebe“ – Ulrich Zieger in der Frankfurter Anthologie

2. Oktober 2018

In der Frankfurter Anthologie stellt Gisela Trahms das Gedicht „meine liebe“ von Ulrich Zieger vor.

Gibt es Eindeutigeres als die auf einer Skala bis zu Hundertstelgraden messbare Hitze, gibt es Vieldeutigeres als die Liebe? Trotzdem werden sie in der Poesie seit jeher in der Metapher des Feuers verbunden … Ziegers Gedicht nippt nur an diesen Traditionen, etwa indem der Sprechende seine Liebe als „hohe“ ironisiert, als hätte sie im Kontext mittelalterlicher Minne stattgefunden. (Der ganze Artikel hier.)

Avalanche

2. Mai 2018

Ich segle rauf nach Boston

20. April 2018

Ich bin ein Seemann, Liebste mein

Und verlor mein schönes Bein

Als ich ins Rigg geklettert bin

Verlor ich meine Stelze

 

Ich segle rauf nach Boston

Ich segle rauf nach Boston

Ich segle rauf nach Boston

Ich stech‘ in See – und versuch‘ das Ding zu finden

 

(nach Woody Guthrie)

Ein Song, den mittlerweile jeder kennt. Was aber die Wenigsten wissen – er stammt nur zur Hälfte von den Murphys. Sänger und Bassist Ken Casey fand den Text auf einem kleinen Zettel im Archiv, das den Nachlass des berühmten Folkmusikers Woody Guthrie bewahrt. Die ganze Story dazu kann man hier nachlesen.

In der kleinen Nachdichtung wollte ich den Anfangsreim bewahren, weswegen die Bezeichnung „sailor peg“ entfallen musste und ich eine Geliebte einschrieb. Auch das Klettern in die Toppsegel ist nicht so einfach wiederzugeben, wenn man einen gewissen Rhythmus bewahren will. So zeigt eine kleine Acht-Zeilen-Übung zwischendurch, dass literarisches Übersetzen doch Einiges verlangt und ich mich daher lieber mit dem Begriff „Nachdichtung“ von der Treue zum Original befreie.

Mehr Drama, weniger Licht

22. Februar 2018
Simon Werles Neuübersetzung von Baudelaires „Blumen des Bösen“

150 Jahre nach dem Tod von Charles Baudelaire wird die lange Liste seiner deutschsprachigen Übersetzer um den Namen Simon Werle ergänzt. Mehr als einhundert Übertragungen der berühmten Fleurs du Mal, die meisten davon als Auswahl in Anthologien, Zeitschriften und Auswahlbänden, sind auf Deutsch erschienen.¹ Warum Werle eine weitere folgen lässt, deutet er in seinem Nachwort an, in dem er unter anderem die Übersetzungs- und Rezeptionsgeschichte des Lyrikklassikers zusammenfasst. Von Stefan Georges Klassizismus-Travestie ist da etwa die Rede, von Terese Robinsons „auf Wohlklang bedachter und inhaltlich glättender erster Gesamtübertragung“ oder Walter Benjamins stilistisch unausgewogener Experimentalübersetzung, die Baudelaire im Licht eines sozialen Revolutionärs erscheinen lassen sollte.
Kein Wort verliert Werle hingegen über die 1980 erschienene und inzwischen wohl weitestverbreitete Baudelaire-Übersetzung von Monika Fahrenbach-Wachendorff, die in unterschied-lichen Ausgaben bei Reclam erscheint und 2011 einer gründlichen Neubearbeitung unterzogen wurde. Ihre auf sinngemäße, nicht wörtliche Genauigkeit abzielende, metrische Übertragung stellt noch immer einen mehr als einladenden Zugang zu Baudelaires Werk dar.

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Erstaunlich, dass dennoch kaum ein Rezensent der Werle-Übersetzung auf Fahrenbach-Wachendorff eingegangen ist. Lediglich Rainer Moritz erwähnt sie knapp im Deutschlandfunk Kultur. „Man muss, um Wehrles [sic] Leistung zu würdigen, einen Blick in die weit verbreitete Reclam-Ausgabe von Monika Fahrenbach-Wachendorff werfen, um zu sehen, welcher Qualitätssprung Wehrle [sic] geglückt ist.“² Auch nach dem Lesen und Wiederlesen beider Übertragungen erschließt sich jedoch nicht, worin dieser Qualitätssprung bestehen, warum die eine Übersetzung besser oder schlechter sein soll.
Zugegeben, mit seiner auf wörtliche Genauigkeit bedachten Übertragung bei möglichster Beibehaltung des französischen Alexandriners, was natürlich nicht durchgehend funktioniert, gibt Werle den deutschsprachigen Lesern einen wesentlich dramatischeren Baudelaire zu lesen als Fahrenbach-Wachendorff.

Der ganze Artikel in den Signaturen.

 

Ann Cotten zuhören

30. Januar 2018

http://www.dctp.tv/filme/im-urwald-wo-die-wilden-worter-wohnen-10vor11-11122017/

Nachträglich zum Geburtstag

12. Dezember 2017

† 7.11.2016

7. November 2017

I’m traveling light/ it’s au revoir…

Still heartbroken.

to betray the revolution – Cohen-Variationen

3. November 2017

Meinem Buch heimische Arten sollte ursprünglich ein Motto von Leonard Cohen vorangestellt sein. Im Laufe der finalen Bearbeitungen, des Lektorats und der Textauswahl erschien mir aber das jetzige Motto passender. Dennoch gefällt mir der ursprünglich ausgewählte Text noch immer.

Es handelt sich dabei um das 111 Gedicht aus Cohens Buch The Energy of Slaves (1972), übersetzt vom großen Harry Rowohlt.

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Rowohlts Ruf als Übersetzer bedarf sicher keiner Erklärung mehr. Auch diesem Band hat er seinen eigenen Stempel aufgedrückt ohne dem Original gegenüber respektlos zu sein. Ich selbst habe nur dann und wann mal ein Gedicht aus dem Emglischen übersetzt. Seither ist mein Respekt gegenüber denen, die das öfter tun ins Unermessliche gewachsen. Auch weil ich weiß, dass es im Grunde fast unmöglich ist. (The Energy of Slaves –> Die Energie von Sklaven// Die Energie der Sklaven?) Aber ich kann mich auch irren. Mir fällt das freiere Nachdichten jedenfalls wesentlich leichter. Das Original als elastisches Material und Ideengeber für einen semi-eigenen Text.

Wie auch immer. Hier ein paar Variationen des Cohen-Textes

Jeder Mann
hat seine Art
die Revolution zu verraten
Das ist meine

Jeder Mensch
hat seine Art
die Revolution zu verraten
Das ist meine

Jedermann
findet einen Weg
die Revolution zu verraten
Das ist meiner

Jeder
geht seinen Weg
um die Revolution zu verraten
Das ist meiner

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Leonard Cohen – The Energy of Slaves / Die Energie von Sklaven. Deutsch von Harry Rowohlt. Zweitausendeins: Franfurt/Main, 1975.


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