Archive for the ‘Kunst’ Category

„final image“ bei Blaubart & Ginster

16. März 2020

In der aktuellen Folge unseres Literaturpodcasts Blaubart & Ginster haben Ralf und ich Alexander Neugebauer zu Gast, mit dem ich in den letzten Jahren das Projekt final image bearbeitet habe. Wir sprechen darüber, lesen aus dem Buch, spielen Musik.

final image – neues Buch und neue Termine

2. März 2020

Mein neues Buch ist da. final image versammelt dreißig Bild-Text-Paare, die sich mit den letzten Fotos verstorbener Persönlichkeiten auseinandersetzen. Grafisch interpretiert vom Geraer Künstler Alexander Neugebauer; mit Glossen, poetischen Bildbeschreibungen und Prosagedichten von mir.

Weitere Infos und die Möglichkeit das Buch direkt beim Verlag zu bestellen gibt es hier.

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Mario Osterland – final image. Ein Album, mit Zeichnungen von Alexander Neugebauer. parasitenpresse, Köln 2020. (ISBN 978-3-947676-57-6) – 12,-€

Die Arbeiten, die für das Buch entstanden sind, zeigen Alexander und ich in Ausstellungen in Jena und auf der Burg Ranis (bei Pößneck).

Termine zum Buch:

4.3. – Jena – Buchpremiere und Vernissage der Ausstellung final image (Villa Rosenthal, Mälzerstr. 11) – weitere Infos

12.3. – Leipzig – Lange Leipziger Lesenacht (zusammen mit Nora Gomringer, Moritzbastei, Kurt-Masur-Platz 1) – weitere Infos

13.3. – Leipzig – Books & Beers (Leseabend der Kölner parasitenpresse, zusammen mit Thomas Podhostnik, Sünje Lewejohann u.a., TEXTAT, Erich-Zeigner-Allee 64) – weitere Infos

1.4. – Jena – last days (Filmabend im Rahmen der Ausstellung final image mit einer Einführung von mir, Villa Rosenthal, Mälzerstr. 11) – weitere Infos

6.5. – Jena – Finissage der Ausstellung final image (Verlagsabend der Kölner parasitenpresse mit Lesungen von Sünje Lewejohann, Adrian Kasnitz und Dominik Dombrowksi, Villa Rosenthal, Mälzerstr. 11) – weitere Infos

11.6. bis 14.6. – Burg Ranis – Ausstellung final image im Rahmen der 23. Thüringer Literaturtage (Kurzlesung im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 11.6., Ranis b. Pößneck) – weitere Infos folgen

21.7. – Jena – Textlese. Im Gespräch (Lesung und Gespräch zusammen mit Dominik Dombrowski, Schillers Gartenhaus, Schillergässchen 2) – weitere Infos

weitere Termine in Vorbereitung

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„final image“ in Jena

7. Februar 2020

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4.3. – Vernissage

1.4. – Filmabend

6.5. – Finissage

Eintritt frei. Immer.

Uwe Tellkamp, Ahmet Altan und die Verantwortung der Schriftsteller*innen für ihre Wortwahl

10. März 2018

Aus gegebenem Anlass.

Der Wiedergänger

13. November 2017

Einem Farmerjungen wird die Enge der winterlichen Einöde zu bedrückend. Bei Nacht beschließt er, sein zu Hause zu verlassen, auch wenn er den Vater in Zorn, die Mutter in Kummer zurücklässt. Nach sieben Tagen des Reitens stirbt das Pferd des Jungens. Zu Fuß erreicht er eine nahe gelegene Stadt, doch Fremde sind hier nicht willkommen. Es fällt nur ein einziger Schuss, aber der ist folgenreich. Der Junge schleppt sich an ein Flussufer und beklagt sich bei seinem Schöpfer. Herr, soll das mein Schicksal sein? Zu sterben, weil ich die Welt sehen wollte, die du geschaffen hast?

Reinhard Kleists Graphic Novel Nick Cave – Mercy on me beginnt dramatisch und mit rasantem Tempo. Doch das ist nur bedingt die Schuld des Autors. Kleist, der mit seinen biografischen Büchern über Johnny Cash, H.P. Lovecraft oder Fidel Castro längst zur ersten Liga internationaler Comiczeichner gehört, orientiert sich in seinem neuesten Werk stark an den Songs seines Protagonisten. Sie sind es, die dem Comic ihre erzählerische Struktur geben, womit sich Kleist ein Stück weit Cave ausliefert, so wie der Farmerjunge in The Hammer Song seinem Schöpfer ausgeliefert ist.

Nick Cave der Musiker, Schriftsteller, Filmemacher ist nicht einfach zu begreifen. Dabei lässt sich sein Leben relativ einfach nacherzählen. Geboren und aufgewachsen im ländlichen Australien, gründete er als Teenager seine erste Band The Boys Next Door, die sich später in The Birthday Party umbenannten. Er verlebte eine intensive Sturm-und-Drang-Zeit in London und West-Berlin, die nicht nur von legendären Punkkonzerten, sondern auch von Heroin und zunehmender künstlerischer Orientierungslosigkeit geprägt war.

[Die ganze Besprechung auf fixpoetry.com]

Die Überbetonung des Politischen

10. November 2017

Es ist schon fast zehn Jahre her, da eröffnete im Deutschen Historischen Museum in Berlin eine Ausstellung mit dem Titel Kassandra. Visionen des Unheils 1914 – 1945. Die Schau zeigte vor allem Werke deutscher Künstler, die aus der historischen Distanz betrachtet als Vorahnungen, wenn nicht sogar Warnungen vor den bevorstehenden Katastrophen des 20. Jahrhunderts gelesen werden können. Nur schien seinerzeit niemand die Zeichen lesen zu können oder zu wollen. Ganz wie in der griechischen Mythologie, in der Kassandra zwar die Zukunft vorhersehen kann, sie jedoch dazu verdammt ist, dass niemand ihren Weissagungen Glauben schenkt.

Als die Ausstellung im November 2008 eröffnete, kam jedoch kaum jemand auf die Idee, ihre Inhalte auf die gegenwärtige Situation in Deutschland zu beziehen. Zwar war die NPD damals in gleich zwei Landtagen vertreten, blamierte sich im parlamentarischen Alltag Sachsens und Mecklenburg-Vorpommerns jedoch bis auf die Knochen und demontierte sich folgerichtig selbst. Und die AfD war „noch nicht mal ein feuchtes Glimmen in den Augen von Bernd Lucke“, wie sich Christian Lindner, freilich in einem ganz anderen Zusammenhang, ausdrückte. Folglich war auch der feuilletonistische Ruf danach, dass Künstler und Schriftsteller viel politischer malen, schreiben, agieren sollen, längst nicht so in Mode wie heute.

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Natürlich blickt man 2017 von einem etwas anderen Standpunkt auf die Bedingungen der Kulturschaffenden der Zwischenkriegszeit zurück. Seit die von der Großen Koalition eingeschläferte Demokratie der Bundesrepublik mit nicht zu unterschätzenden Herausforderungen konfrontiert wird, gehört der panische Rückblick auf und die bisweilen schiefen Vergleiche mit dem Geistes- und Gesellschaftsleben der Weimarer Republik zum Standardrepertoire intellektueller Zeitanalysen, -diagnosen, -prognosen. Nicht, dass derlei Geschichtsbewusstsein, derlei Verweise und Erinnerungen nicht angebracht wären, doch sind es nach wie vor die mit kühlem Kopf und historischem Sachverstand geschriebenen Texte, die am ehesten dazu beitragen, die aktuelle politische Entwicklung gerade auch in ihren historischen Dimensionen richtig einzuordnen.

[Den ganzen Artikel gibt es auf fixpoetry.com]

Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy!

1. August 2017

Psst!

28. Februar 2017

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#donotdisturb #davidbowie #peterhandke #reading

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26. Januar 2017

Collage #2

11. Juli 2016

Ich hab keine Ahnung, wie oft ich in Blogposts schon „dazu später vielleicht mehr“ o.ä. geschrieben habe. Hier jedenfalls mal eine Collage, wie vor einem Jahr angekündigt. 😉

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„Manchmal erscheinst du (mir) sehr abstrakt“ (Collage, 2016)


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