Archive for the ‘Film’ Category

„It was nice while it lasted.“

10. Februar 2020

– „Life’s a bitch and then you die, right?“

– „Sometimes. Sometimes life’s a bitch and then you keep living.“

BoJack Horseman ist vorbei. Eine Trickfilmserie, die sich echter anfühlt, als hunderte live action Serien oder Filme. Eine Serie, die mit Tiercharakteren eine so beeindruckende menschliche Tiefe erzeugt, dass man mehr als einmal, mehr als zehnmal am Ende einer Episode einen dicken Kloß im Hals hat und vielleicht sogar mit den Tränen kämpft.

Die ersten drei Episoden der ersten Staffel funktionierten als herkömmliche Comedy, dann, so fühlt es sich an, entschieden sich die Produzenten (u.a. Breaking Bad-Star Aaron Paul) einen mutigen Schritt zu wagen und mit bestechender Offenheit und Ehrlichkeit von all den kleinen und großen menschlichen Abgründen, Verletzungen und Krisen zu erzählen. BoJack Horseman ist sehr oft eine sehr deprimierende Serie, aber auch eine heilsame. Und natürlich die treffsichere Mediensatire, als die sie ursprünglich an den Start ging.

bojack

BoJack Horseman 2014 – 2020. Danke Netflix.

Dünenmeer / Sea of Dunes / بحرالرِمَال

16. November 2019

Nissmah Roshdys Film Dünenmeer, der auf einem Gedicht von mir beruht wurde auf verschiedene Festivals eingeladen und ist dort jeweils in den Wettbewerben verschiedener Kategorien zu sehen.

Das sind die nächsten Möglichkeiten den Film zu sehen:

26. November 2019 – 13:30 Uhr – Kairo (Ägypten) – Cairo International Film Festival – weitere Infos

1. Dezember 2019 – 20 Uhr – Wien (Österreich) – Art Visuals & Poetry Filmfestival 2019 – weitere Infos

7. Dezember 2019 – 19:30 Uhr – Berlin (Deutschland) – ZEBRA Poetry Film Festival – weitere Infos

8. Dezember 2019 – 14:30 Uhr – Berlin (Deutschland) – ZEBRA Poetry Film Festival – weitere Infos

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Fiktion

23. April 2018

„Fantasie ist die herzliche Erwärmung dessen was vorhanden ist. Das ist Fantasie. Und nicht das storytelling und all dieser Scheißdreck. Das was vorhanden ist wird plötzlich zeichenhaft, aber in einer Art von sanftem Hochofen.“

Peter Handke

fossile Gewässer

28. September 2017

Antique Sounds

11. September 2017

Vergangenen Monat hatte ich das großer Vergnügen im Weimarer Poetryfilmkanal den Film „Antique Sounds“ von Evan Holm nach eine Gedicht von W. S. Merwin vorzustellen. Allerdings habe ich dann vergessen den Beitrag zu teilen. Aber der Film ist immer noch sehr sehenswert und der Text hoffentlich lesenswert, weswegen ich das Teilen hiermit nachhole.

Übersetzt habe ich das Gedicht auch. Das alles findet ihr hier.

Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy!

1. August 2017

FIRE Walk With Me!

24. Juli 2017

Psst!

28. Februar 2017

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#donotdisturb #davidbowie #peterhandke #reading

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Cave/Handke/Wenders

25. Januar 2017

Gestern erst hatte ich mit Freunden ein Gespräch u.a. darüber geführt, wie popkulturelle Mechanismen funktionieren und wie spannend es ist Verweise und Verlinkungen aufgezeigt zu bekommen und natürlich selbst zu entdecken oder herzustellen. So hatte ich z.B. mal über die Verbindung NIN-Nirvana qua David Bowie nachgedacht.

Heute die Entdeckung, dass ein unwahrscheinliches Film-Trio mit einer gemeinsamen Arbeit zurück ins Kino kommt. Genau 30 Jahre nachdem Regisseur Wim Wenders, nach einem Drehbuch von Peter Handke, Nick Cave in Der Himmel über Berlin auftreten lies…

… kommt mit Die schönen Tage von Aranjuez ein von Wim Wenders adaptiertes Handke-Stück in die Kinos. U.a. mit Nick Cave als Darsteller. Kollaborationen gibt’s, die gibt’s gar nicht. Oder man rechnet zumindest nicht damit. Umso erstaunter bin ich.

Fehlt eigentlich nur noch Bruno Ganz.

Eine absurde, verrückte, brutale Welt

4. April 2016

Nach dem Album Push The Sky Away (2013), dem Film 20.000 Day On Earth (2014) und dem Buch The Sick Bag Song (2015) endet vorerst eine der produktivsten Phasen im Schaffen von Nick Cave. Was mich während dieser Zeit besonders interessiert hat, war die Formenvielfalt (Musik, Film, Text) bei gleichzeitiger Kohärenz des Inhalts, die wiederum eine lose verknüpfte Erzählwelt bildet. In The Sick Bag Song schlägt sich dieser Prozess sowohl ihnhaltlich, als auch formal nieder. Komprimiert und ufert aus…

Ziemlich weit am Anfang von Iain Forsyths und Jane Pollards Film 20.000 Days on Earth sieht man Nick Cave am Schreibtisch sitzen. Das Klackern der Schreibmaschine stottert erst ein wenig, wird dann immer rhythmischer, bis schließlich Caves warme Stimme aus dem off einsetzt. „Ich erschaffe eine Welt. Eine Welt voller Monster, Helden, Guter und Böser. Es ist eine absurde, verrückte, brutale Welt, in der Menschen vor Wut rasen und Gott tatsächlich existiert.“ 2013 war das, als der Australier mit seiner Band The Bad Seeds gerade am Album Push the Sky away arbeitete, das noch im selben Jahr erschien. Im Januar 2014 feierte 20.000 Days on Earth Premiere. 2015 schließlich erschien mit The Sick Bag Song ein Buch, das den Abschluss einer der wohl kreativsten Phasen in Nick Caves Künstlerbiographie bildet. Nun erschien The Sick Bag Song mit dem Untertitel Das Spucktütenlied auf Deutsch.

Entstanden ist das Buch aus Notizen, die Cave auf der Nordamerika-Tournee der Bad Seeds im Sommer 2014 anfertigte. Aufgeschrieben auf den Kotzbeuteln der Airlines, mit denen die Band unterwegs war. Der Übersetzer Eike Schönfeld wählt die etwas salonfähigere Bezeichnung Spucktüten. Cave hielt darauf Beobachtungen und Erlebnisse des Touralltags, Gedichte, Songtexte, kleine Szenen, Träume und Telefonate fest. Alles nach Datum und jeweiligen Konzertort geordnet und sogar mit Datumsstempel versehen. Die beschrifteten Tüten sind als Faksimiles abgedruckt und bilden sozusagen den gestalterischen Höhepunkt des Buches.

Die ganze Besprechung auch fixpoetry.com

https://vimeo.com/122744455 [Der Trailer zum Buch. Lässt sich bei WordPress leider nicht einbetten.]


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