Archive for the ‘Allgemein’ Category

Zukunftsbibliothek

3. Juni 2015

Ich liebe ja solche Kulturprojekte, die auf eine große Zeitspanne ausgerichtet sind. Irgenwie muss ich jetzt auch an John Cage’s „as slow as possible“ denken.

Lyrikzeitung & Poetry News

Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood hat am Dienstag in den Wäldern von Oslo ein bisher unveröffentlichtes Buchmanuskript aus der Hand gegeben, das erst in 99 Jahren gedruckt werden soll. Dahinter steckt ein Projekt der schottischen Künstlerin Katie Paterson, bei dem unter dem Titel „Future Library“ (Bibliothek der Zukunft) in jedem Jahr ein anderer Autor ein Manuskript zur Verfügung stellen soll, das erst 2114 veröffentlicht wird. Atwoods Buch „Scribble moon“ ist das erste in der Serie.

Im vergangenen Jahr pflanzte Paterson in einem Wald nördlich von Oslo 1000 Fichten, die in 99 Jahren das Papier liefern sollen, auf dem die Bücher gedruckt werden. Bis dahin werden die Manuskripte in der Deichmannschen Bibliothek in Oslo aufbewahrt, die 2018 in einen Neubau neben der Oper zieht. / SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 27.5.

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Irmgard Keun: Schreiben im Exil (1947). Und das Leben in Ostende.

27. März 2015

Sätze & Schätze

Der Kursaal in Ostende. Bildquelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_Kursaal,_Ostend,_Belgium,_ca._1895_%283063883757%29.jpg Der Kursaal in Ostende.
Bildquelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_Kursaal,_Ostend,_Belgium,_ca._1895_%283063883757%29.jpg

Im April 1935 fuhr ich nach Ostende. Ich verreiste nicht, ich wanderte aus, und ich war keineswegs sicher, dass ich noch einmal wiedersehen würde, was ich verließ. Gewiss, eines Tages würde es keine Nationalsozialisten mehr in Deutschland geben. Aber wie viele böse Jahre der Ewigkeit würden bis dahin vergehen?
Als der Zug über die Grenze gefahren war, da lag hinter mir ein Land und vor mir eine Welt. Und hinter mir lagen Elternhaus und Ehe, vertraute Sprache und vertrauter Boden. Je ferner das alles wurde, um so mehr konnte ich es lieben, während der erste Hauch der Fremde mich mit schwermütiger Freude erfüllte.
Ich fuhr zuerst nach Ostende. Ohne besonderen Grund. Irgendwohin musste ich ja fahren (…). Es war ein harter, glasheller Frühling in Ostende. Die großen Hotels am Dyk lagen noch im halben Winterschlaf, und das Kasino glich einer gefrorenen Zuckertorte, einem Gespenst…

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Strange Woman

17. Dezember 2014

„Sterben zu müssen ist peinlich“ – Ein Interview mit Clemens J. Setz

13. November 2014

Für das Leipziger Literaturmagazin poet habe ich Clemens J. Setz zum Thema „Vergänglichkeit“ interviewt. Das Gespräch kann man jetzt auch online lesen.

Von Pennälern und Matroschkas

10. November 2014

BÄM!

The Daily Frown

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Es ist schon zu einer schönen Tradition geworden, dass sich jedes Jahr im November Literaturjournalisten aller großen Tages- und Wochenzeitungen in Berlin treffen, um über den Zustand der jungen Gegenwartsliteratur zu schreiben.

Auch dieses Jahr wieder konnte der Open-Mike-Literaturwettbewerb ein spannendes Rahmenprogramm für die angereisten Redakteurinnen und Redakteure bieten. Dabei ist eines festzustellen: Während der Literaturjournalismus in den letzten Jahren immer professioneller und wirklichkeitsnäher geworden ist, gelingt doch eine wirklich ausgewogene und objektive Berichterstattung nur selten. Schon im letzten Jahr konnte man von „farb- und willenlosen Charakteren“, „fehlender Tiefe“ und einem Mangel an Haltung lesen, dieses Jahr auch wieder: Professionalisierung, Inszenierung, schlimmer noch: „Schulmeisterlichkeit“ und „Marketingmentalität“, gepaart mit dem üblichen Verweis auf die Schreibschulen in Leipzig und Hildesheim.

Wollen wir solch einen Literaturjournalismus? Wo ist die Verve eines Joseph Roth, wo sind die Spitzen eines Kurt Tucholsky, wo ist das Poltern eines Jörg Fauser? Stattdessen werden hier „Kommas und…

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Kafka in Übersee

20. August 2014

!!! „Vielleicht ist ja emigriert, was wir den literarischen Zugriff nennen, vielleicht steckt ja in Brautigan und Davis, in Pynchon und King mehr Kafka als in der gesamten deutschsprachigen Nachkriegsliteratur.“

Postkultur

Und nach ein paar weiteren Geschichten muss ich an Urzidils Erzählung „Kafkas Flucht“ denken, an die ich ohnehin oft denken muss und die mit dem Satz beginnt: Mit mehr als Achtzig jahren lebte Kafka noch immer als Gärtner auf Long Island.

Und ich frage mich, ob die Information dieses Satzes vielleicht mehr wesentlich mehr beinhaltet, als eine literarische Rettung des Freundes und Kollegen. Denn hätte Kafka die Tuberkolose überlebt, hätte er emigrieren müssen wie Urzidil oder wäre wie seine Schwestern in Auschwitz ermordet worden. Vielleicht ist ja emigriert, was wir den literarischen Zugriff nennen, vielleicht steckt ja in Brautigan und Davis, in Pynchon und King mehr Kafka als in der gesamten deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. (Der deutsche Film, die deutsche Komödie ist auch mit der Vertreibung von Lang und Wilder in eine schier bodenlose Hohle versunken.) Man kann das natürlich nicht an Kafka allein festmachen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch Krechels…

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Brian Andrews: Hominid

5. Mai 2014

// Grant Wood (1891-1942)

26. Januar 2014

Für mich eines der gruseligsten Bilder überhaupt.

1942 ‚Time Capsule‘ Apartment Discovered In Paris

31. Dezember 2013

passt auch irgendwie zur schreibmaschine und dem jahreswechsel.

BELLO

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This real-estate story sounds almost like a fairy tale or the beginning of a big Hollywood production.

Back in 2010 a Parisian apartment on the Right Bank, near the Opéra Garnier, left unoccupied since 1942 was discovered.

It was owned by Madame de Floriana socialite and an actress – who fled to the South of France during the second world war, leaving everything behind. She never came back to Paris but kept on paying her rent until the day she died when she was 91.

It’s only after she died that someone – a Commissaire Priseur – Auctioneer – re-enter her apartment for the first time in over 70 years.

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„There was a smell of old dust,“ said Olivier Choppin-Janvry who made the discovery. Walking under high wooden ceilings, past an old wood stove and stone sink in the kitchen, he spotted a stuffed ostrich and a Mickey…

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das eBook

11. Juni 2013

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