Archive for the ‘Allgemein’ Category

Mayröcker-Variationen

28. Oktober 2018

Die Mayröcker-Variationen sind da! Inkl. eines Textes von mir, basierend auf einem Gedicht der bedeutenden Autorin aus Wien. Eine erste Querlektüre durch’s Belegexemplar ergibt: unbedingte Kaufempfehlung!

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NIN/LP

5. August 2018

Holy shit! Wie konnte mir das all die Jahre entgehen?

Zum Vergleich das Original vor ein paar Wochen live in Berlin. Einer der Hinterköpfe in der Mitte gehört mir. Die crowd hatte wirklich eine unheimliche Energie an dem Abend. Ich bin mit ein paar amtlichen Prellungen nach Hause gefahren. Aber das war es wert.

Menno Wigman

1. Februar 2018

Eine traurige Nachricht, die mich gerade kalt erwischt. Lest Menno Wigman!

parasitenpresse

Wir trauern um unseren Freund und Dichter Menno Wigman, der im Alter von 51 Jahren gestorben ist. Wir werden ihn in bester Erinnerung behalten. (Quelle: Het Parool)

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Leonard Cohen 1934 – 2016

11. November 2016

„I said that I am ready to die, recently. I think I was exaggerating. … I intend to live forever.“

– Leonard Cohen (Oct., 2016)

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Kinga Tóth: Wir bauen eine Stadt

23. September 2016

Und noch ein reblog der/das unbedingt sein muss. Kinga Tóths neues Buch ist da!

parasitenpresse

Die Gedichte von Kinga Tóth sind Texte, in denen Sprache die wahre Bauherrin ist. Sprache, die ihre Bausteine überall aufsammelt und zu einem geschlechtslosen Mensch-Maschine-Artefakt zusammenbaut. Menschen werden darin roh zu Maschinen verformt. Werkzeuge, Instrumente werden körperlich, menschlich, ändern ihr grammatikalisches Geschlecht. Maschinensprache, Sprache aus technischen Übersetzungen und Bedienungsanleitungen oder Forschungsliteratur fließt ein, dominiert. Die Texte sind durchsetzt von Abkürzungen, Neologismen, Fake-Termini. Die Welt der Maschinen ist kühn, unterkühlt, handelt in Bruchteilen von Sekunden und kennt keine Bedenken, hat kein Gewissen.

Kinga Tóth: Wir bauen eine Stadt. Gedichte mit Illustrationen der Autorin, 64 Seiten, Preis: 10,- € (erscheint am 22. September 2016)

kinga_cover-kopieKinga Tóth, geb. 1983, lebt in Ungarn und Deutschland. Sie ist Sprachwissenschaftlerin, (Klang-)Poet-Illustratorin und Kulturmanagerin. Sie arbeitet als Journalistin und ist Lektorin für  Kunstmagazine. Darüber hinaus ist sie Songwriterin und Frontfrau des Tóth Kína Hegyfalu-Projekts. Sie schreibt auf Deutsch, Ungarisch und Englisch, ihre Texte inszeniert sie…

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4.7. – Blaubart & Ginster – Eine Stunde Literatur im Offenen Kanal Jena

3. Juli 2016

Außerdem mache ich ab morgen 15 Uhr wieder Radio. Monatlich und gemeinsam mit Ralf Schönfelder im Radio OKJ.

In guter Nachbarschaft - Die unabhängige Lesereihe in Thüringen

Blaubart & Ginster? – Ist das ein Szenelokal für serienmordende Pazifisten? Ein exzentrischer Barbershop? Kann man das rauchen?
So ähnlich: Bei Blaubart & Ginster läuft eine Stunde lang Literatur und Musik auf Radio OKJ. Ralf Schönfelder und Mario Osterland, co-Organisator von „In guter Nachbarschaft“, laden Autoren ins Studio ein, um ihre Texte zu hören, über Bücher und die literarische Szene zu plaudern und die Lieblingsmusik der Gäste zu spielen.

BG01_sw Mario Osterland und Ralf Schönfelder präsentieren monatlich die Literatursendung „Blaubart & Ginster“ im Radio OKJ.

Von Ungarischem Punkrock bis zu Lambada!
Zu Gast in der Ursendung von Blaubart & Ginster ist die Jenaer Stadtschreiberin Kinga Tóth. Sie liest aus ihren Gedichten über Körper und Maschinen, erklärt, warum Häuserwände die Haut einer Stadt sind und berichtet vom schwierigen Stand der ungarischen Literatur und ihrer Arbeit bei der József Attila Kör in einem Land, das sich politisch radikalisiert.

Kinga Tóth_(c) Richard Lutzbauer [3237] Die Sound-Poetin Kinga Tóth ist der…

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In der Kampfzone

19. Mai 2016

Dieses Buch… Houellebecq-Fans vor. Besprochen bei Fixpoetry.com.

Michel Houellebecq, Ökonom

Nach dem Fest

19. Januar 2016

verbrecherei

Von Max Herrmann-Neiße

Nun ist das Fest gefeiert,
getrunken ist der Wein,
liegt wieder schwarz umschleiert
der Talisman im Schrein.

Erloschen ist das Lachen,
verwelkt der Blumenstrauß,
die stummen Stuben machen
das Haus zum Trauerhaus.

Kein Wunsch ist drin geblieben,
der Gutes mir erbat;
die mich mit Worten lieben,
vergaßen auf die Tat.

Was ich erwartet habe,
hat niemand mir beschert;
es war die schönste Gabe nicht,
was mein Herz begehrt.

Aus den Gefangenschaften
hat niemand mich befreit.
An jeder Wohltat haften
die Flüche dieser Zeit.

Da sich des Festes Schimmer
im Üblichen verlor,
ist alles wieder schlimmer,
als je zuvor.

Geschrieben 1936 im Londoner Exil

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Dunkles, Skizze

30. November 2015

Der Sturm scheint gerade um meinen Schreibtisch zu wehen. Und „wehen“ ist nun wirklich das falsche Wort dafür. Er reißt an den Mauern und mich auf den Balkon. Ich teile mir gern eine Zigarette mit ihm. Obwohl es nicht regnet, denke ich an einen der schönsten Verse, die ich kenne.

Sieh, der Wind treibt Regen über’s Land!

Dabei sind die Wolken die Getriebenen. Sie scheinen aus dem Hintergrund heraus beleuchtet. Diffuses Licht vom Flughafen oder irgendwo her. Ich stelle mir ein anders Licht vor. Eines für Sturmnächte wie diese. Eines, das das Grau, das Blau, das Schwarz so zurückhaltend wie möglich erleuchtet. Die schöne Dunkelheit dunkel sein läss. Keine Ahnung, wie das aussehen soll. Sicher genau so wie jetzt. Draußen.

Auf leuchtenden Pfaden

19. November 2015

„Beschäftigt man sich genauer mit der Geschichte der Texte, die nach Raymond Roussels Tod publiziert worden sind, so scheint es, als hätte sie denselben Gesetzen des Zufalls und Geheimnisses unterlegen, deren Logik sein Leben und Schreiben bis ins letzte bestimmt hat.“ Das war 1989, als man zufällig in neun verstaubten Kartons den Nachlass Roussels unter dem Dach eines Pariser Möbellagers entdeckte und der Bibliothèque nationale übergab. „Nur wenige Tage nachdem man dort den Nachlass Guillaume Apollinaires entgegengenommen hatte.“ Doch während die Werke Apollinaires nicht nur in seinem Heimatland schnell und umfassend aufgearbeitet wurden, ging die (Neu-)Edition seines Zeitgenossen doch eher schleppend voran.

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Zugegeben, Roussels Romane und Erzählungen fordern ein spezielles Lesepublikum. Eines, dass in hohem Maße am Sprachspielerischen, Experimentellen, mitunter Bizarren interessiert ist. Zu Lebzeiten fand er dieses Publikum kaum. Oder muss man sagen, das Publikum fand ihn nicht? Seine Bücher, die er sämtlich auf eigene Kosten und ausschließlich im Verlag Alphonse Lemerre veröffentlichte, blieben weitgehend unbeachtet. Die Inszenierungen seiner für das Theater bearbeiteten Texte erregten hingegen die Pariser Gemüter. Bei einer dieser Skandalaufführungen im Jahre 1912 saß neben Apollinaire und Francis Picabia auch Marcel Duchamp im Publikum. Dieser zeigte sich tief beeindruckt, beschloss mit dem Malen aufzuhören, und widmete sich fortan seinen heute berühmten Kunstexperimenten aus Material und Mechanik. Auch auf die Kerngruppe der Surrealisten um André Breton wirkte Roussel nachhaltig und gilt mit seinem auf assoziativen Gleichlauten basierenden Schreibverfahren als Vorläufer der écriture automatique.

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