Archive for September 2016

„Mein durstiges Wort gegen die flüchtige Liebe“

26. September 2016

Im ELIF Verlag ist eine Anthologie mit moderner Liebeslyrik erschienen. Eine ziemlich illustre Autorenauswahl hat dazu beigetragen. Mit dabei sind u.a. Nora Gomringer, Crauss, José Oliver, Stan Lafleur, Christoph Danne, Safiye Can, Sina Klein, Dominik Dombrowski… und tatsächlich auch ein paar Gedichte von mir.

mein-durstiges-wort

Bestellen kann man das Buch für wenig Geld ab sofort direkt beim Verlag – oder ab 4. Oktober im Buchhandel.

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Kinga Tóth: Wir bauen eine Stadt

23. September 2016

Und noch ein reblog der/das unbedingt sein muss. Kinga Tóths neues Buch ist da!

parasitenpresse

Die Gedichte von Kinga Tóth sind Texte, in denen Sprache die wahre Bauherrin ist. Sprache, die ihre Bausteine überall aufsammelt und zu einem geschlechtslosen Mensch-Maschine-Artefakt zusammenbaut. Menschen werden darin roh zu Maschinen verformt. Werkzeuge, Instrumente werden körperlich, menschlich, ändern ihr grammatikalisches Geschlecht. Maschinensprache, Sprache aus technischen Übersetzungen und Bedienungsanleitungen oder Forschungsliteratur fließt ein, dominiert. Die Texte sind durchsetzt von Abkürzungen, Neologismen, Fake-Termini. Die Welt der Maschinen ist kühn, unterkühlt, handelt in Bruchteilen von Sekunden und kennt keine Bedenken, hat kein Gewissen.

Kinga Tóth: Wir bauen eine Stadt. Gedichte mit Illustrationen der Autorin, 64 Seiten, Preis: 10,- € (erscheint am 22. September 2016)

kinga_cover-kopieKinga Tóth, geb. 1983, lebt in Ungarn und Deutschland. Sie ist Sprachwissenschaftlerin, (Klang-)Poet-Illustratorin und Kulturmanagerin. Sie arbeitet als Journalistin und ist Lektorin für  Kunstmagazine. Darüber hinaus ist sie Songwriterin und Frontfrau des Tóth Kína Hegyfalu-Projekts. Sie schreibt auf Deutsch, Ungarisch und Englisch, ihre Texte inszeniert sie…

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IN GUTER NACHBARSCHAFT #11 – am 5.11. in Erfurt — In guter Nachbarschaft – Die unabhängige Lesereihe in Thüringen

21. September 2016

Es ist derzeit etwas still auf der Novastation. Das liegt daran, dass ich so ein paar andere Sachen mache. U.a. solche schönen Veranstaltungen mitzuorganisieren, wie diese hier. Es ist nie zu früh sich solche Termine zu merken. 😉

Im Herbst gastiert “In guter Nachbarschaft” zum ersten Mal in Erfurt! Mit dabei sind diesmal der Siegener Autor Crauss, littlemanlost mit einem Heimspiel und, wie immer, regionale Autorentalente am offenen Mikrofon. Samstag, 5.11.2016 – Franz Mehlhose (Erfurt, Löberstraße 12) Beginn: 20 Uhr Eintritt: nur 3,- € DISKO LÜGT – Crauss liest Jungsgedichte und Herrenprosa. Der […]

über IN GUTER NACHBARSCHAFT #11 – am 5.11. in Erfurt — In guter Nachbarschaft – Die unabhängige Lesereihe in Thüringen

SUMMER EDITION Nachlese: Kinga Tóth

7. September 2016

In einer Nachlese der „In guter Nachbarschaft – SUMMER EDITION“ habe ich mich u.a. zwei Gedichten von Kinga Toth gewidmet. Außerdem gibt es auf der Website der Nachbarschaft im Rahmen der SUMMER EDITION Nachlese bisher auch Kommentare zu Gedichten von Anja Kampmann und Christoph Wenzel.

In guter Nachbarschaft - Die unabhängige Lesereihe in Thüringen

die Elbe

die frau ein seepferd der schenkel über ihrer schulter

ein fisch eine welle über eine meerjungfrau ist die Elbe

klänge aus dem orgelpfeifengrund

durch ihren mund gleichzeitig hinaus

atmend die luft

ihr körper durchbohrt für den gesang

orgelpfeifen herausgezogen atmet sie

luft durch den mund aus und

an neuen stellen auf ihrer oberfläche

angebrachte pfeifen durch enge spalten

singen aus ihrer brust

=Mensch=Erwartung=Funktion=Maschine=

Funktionsweisen, Erwartungshaltungen und Erwartungshaltungen an das Funktionieren von Körpern und Maschinen spielen eine zentrale Rolle in Kinga Tóths Gedichtband ALLMASCHINE. Mit kühlem, distanzierten Blick und einer reduzierten, fast mechanischen Sprache beschreibt sie das Spannungsfeld zwischen Mensch und Technik, das seit der klassischen Moderne zum thematischen Kanon der Avantgarde gehört. Diese Traditionslinie ist den Texten nicht fest eingeschrieben, lässt sich jedoch mit ein paar Gedanken an Paul Klee oder Marcel Duchamp assoziativ herstellen, ohne dass Tóths Gedichte an Eigenwert verlieren. Die auf den ersten Blick…

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