Archive for Juni 2016

In guter Nachbarschaft – SUMMER EDITION – Die Autoren: Kinga Tóth

28. Juni 2016

Zur „In guter Nachbarschaft – SUMMER EDITION“ versammeln wir viele ausgezeichnete, lesens- und hörenswerte Autoren. Ich möchte aber noch einmal besonders auf die ungarische Sound-Poetin Kinga Tóth hinweisen, die man am 9.7. in Jena zum vorerst letzten Mal in Thüringen erleben kann. Nicht verpassen!

In guter Nachbarschaft - Die unabhängige Lesereihe in Thüringen

In einem offenen Gespräch berichtet Kinga Tóth aus ihrer Zeit als Jenaer Stadtschreiberin und liest aus den Texten, die hier entstanden sind. Interessierte Besucher*innen und Autor*innen sind herzlich eingeladen, sich mit Fragen und eigenen Erfahrungen in das Gespräch einzubringen und über die Prozesse literarischer Arbeiten zu diskutieren.

Kinga Tóth_(c) Richard Lutzbauer [3237] Kinga Tóth (Foto: Richard Lutzbauer)

Kinga Tóth, geb. 1983 in Sárvár (Ungarn), ist Sprachwissenschaftlerin, (Sound-)Poetin, Poetry-Illustratorin und Kulturmanagerin. Zudem arbeitet sie als Journalistin und ist Lektorin für die Kunstmagazine Palócföld und Roham. Darüber hinaus ist sie Songwriterin und Frontfrau des Tóth Kína Hegyfalu-Projekts sowie Vorstandsmitglied des József-Attila-Kreises für junge Schriftsteller und aktives Mitglied bei zahlreichen anderen Projekten und Verbänden.

Zuletzt erschien von ihr: ALLMASCHINE. Gedichte (Ungarisch/Deutsch, Edition Solitude, 2014)

///

Liebe Kinga, was magst du am Sommer besonders?

Hitze und Hitze.

Was ist für dich eine gute „Sommerlektüre“?

Batman am Strand.

Was darf auf der Sommerreise nach Jena nicht fehlen?

Paradiesstimmung.

///

///

sunglasses

„In guter…

Ursprünglichen Post anzeigen 23 weitere Wörter

Advertisements

„final image“ – Illustrator/in gesucht!

22. Juni 2016

Liebe Menschen,

für die Illustration eines Prosagedichtzyklus‘ suche ich eine/n Illustrator/in, der/die bereit ist zehn kleinformatige Zeichnungen/Grafiken/Collagen anzufertigen. Es handelt sich dabei um Interpretationen letzter Fotos verstorbener Persönlichkeiten. Der Zyklus soll Teil meines nächsten Buches sein.

Hier ein Beispiel:

lemmy last picture 16-12-15 la

Lemmy Kilmister, Los Angeles, 16. Dezember 2015. das ging alles so wahnsinnig schnell. von England um die Welt bis nach LA in vier Tagen. und immer noch lauter als irgendwer sonst. es war ein verdammt guter Lauf, drauf geschissen. auch wenn die Luft etwas dünn wird zwischen Haut und Knochen, ein Jack mit Coke passt immer noch rein. am Ende hast du wie immer Recht behalten – der viele Zucker bringt einen um.

Sowie der Text das Foto interpretiert, sollen die Illustrationen wiederum das Text-Bild-Gefüge interpretieren, sodass mehr entsteht, als nur ein abgemaltes Foto. Bei Interesse am Projekt und für die Details meldet euch bitte bei mir (Mario) unter clarknova [at] gmx [punkt] net

Danke!

selfie

16. Juni 2016

ich halte immer

eine Armlänge Abstand

zu mir selbst

Nachzufolgen ist nicht genug

7. Juni 2016

Uwe Kolbe über Bertolt Brecht und die Nachgeborenen

Eigentlich ist es für mich als 1986-, und damit Nach-Nach-Geborenen fast unmöglich, Uwe Kolbes neues Buch über Bertolt Brecht angemessen zu besprechen. Es sei denn, ich wäre absolut sattelfest in Sachen DDR-Literatur, -betrieb und -geschichte. Ich bin es nicht, um das gleich vorweg zu nehmen. Und ich bin es auch nicht in Uwe Kolbes Werk, geschweige denn seiner Biografie. Ich interessiere mich einfach nur für Brecht. Ob ich damit wirklich zur Zielgruppe dieses Buches gehöre, kann ich auch nach dem Lesen nicht endgültig beantworten.

u1_978-3-10-001457-3

Das liegt unter anderem daran, dass es in Kolbes Essay nur bedingt um Bertolt Brecht geht. Natürlich ist der große, vielleicht größte deutsche Dichter des 20. Jahrhunderts zunächst der Protagonist dieses Textes. Kolbe liefert einen Abriss von Brechts Biografie, erzählt wie es zur Übersiedlung in die DDR, zur Gründung des Berliner Ensembles kam, wer seine Mitarbeiter waren und vor allem dass er, Brecht, ein gegen alle moralischen Bedenken überzeugter Stalinist war. Das heißt, Brecht hatte hinsichtlich der Verwirklichung des Kommunismus nach sowjetischem Vorbild keinerlei moralische Bedenken. Seine Rolle bei der Etablierung der DDR schätzt Kolbe als überaus gewichtig ein.

„Brecht, der große Brecht, war der Dichter von Weltrang, der erste namhafte Intellektuelle, der den sozialistischen Staat auf deutschen Boden legitimierte.“

Weiterlesen auf fixpoetry.com


%d Bloggern gefällt das: