Das Mosaik der Zukunft

Die geometrischen Designerdrogen Kugel, Würfel und Pyramide haben sich in Vladimir Sorokins Universum bestens bewährt. Unvergesslich bleibt jene Szene aus seinem letzten Roman, in der sein Protagonist, der Landarzt Garin, in einer Butze, gebaut aus lebendgebärender Filzpaste, einen amtlichen Pyramide-Trip durch Raum und Zeit schiebt. Der Schneesturm hat sich mittlerweile beruhigt, der Kater ist überwunden. Zeit für eine neue Droge, einen neuen Trip durch ein nicht ganz neues Universum.

Das titelgebende Wundermittel in Sorokins neuem Roman heißt Tellur. Eine Substanz, die ebenso umstritten ist wie der Status den Landes, in dem es abgebaut wird: Telluria. Es liegt auf den Höhen des Altai-Gebirges und wird von dem exzentrischen aber beliebten Präsidenten Jean-François Trocart regiert. Gerade erst wurde der Staat von der Republik Baikal anerkannt. Dem Tellurhandel im Osten sind somit keine Grenzen mehr gesetzt. Einem Eroberer gleich schlägt Trocart zufrieden einen weiteren Tellurnagel in seinen Globus ein. Es ist weder die erste noch die letzte große symbolische Geste in Sorokins Roman.

Die komplette Besprechung gibt es auf fixpoetry.com.

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