Archive for August 2015

Keine Hoffnung auf Licht

27. August 2015

Als Argentinien 2010 das Gastland der Frankfurter Buchmesse war, konnte man hierzulande eine Fülle wahnsinnig interessanter Autoren kennenlernen. Darunter befanden sich außergewöhnliche Stimmen wie Fabián Casas, Martín Kohan, Lola Arias oder Samanta Schweblin, um nur einige zu nennen. Das ganz große Publikum scheinen viele der damals hoch gehandelten Entdeckten aber nicht erreicht zu haben. 2010 ist für die meisten argentinischen Autoren auch das Jahr der letzten Übersetzung ihrer Werke ins Deutsche gewesen. Das liegt möglicherweise daran, dass die oben Genannten nicht gerade als „Wohlfühlautoren“ bezeichnet werden können. Bei ihnen geht es häufig um die Nachwirkungen der Militärdiktatur, um politische Repressionen, die Perspektivlosigkeit der Jugend in Buenos Aires und dem Rest des Landes. Oder, wie im Falle Schweblins, um existenzielle Bedrohungslagen, die sich der Rationalität entziehen und nur durch ein fantastisches, um nicht zu sagen magisches Weltverständnis annähernd greifbar werden.

Den gesamten Beitrag gibt es hier.

Alex Andreyev ( Continued – via DeviantArt)

25. August 2015

WOW!

Alex Andreyev ( Continued – via DeviantArt).

Das Mosaik der Zukunft

17. August 2015

Die geometrischen Designerdrogen Kugel, Würfel und Pyramide haben sich in Vladimir Sorokins Universum bestens bewährt. Unvergesslich bleibt jene Szene aus seinem letzten Roman, in der sein Protagonist, der Landarzt Garin, in einer Butze, gebaut aus lebendgebärender Filzpaste, einen amtlichen Pyramide-Trip durch Raum und Zeit schiebt. Der Schneesturm hat sich mittlerweile beruhigt, der Kater ist überwunden. Zeit für eine neue Droge, einen neuen Trip durch ein nicht ganz neues Universum.

Das titelgebende Wundermittel in Sorokins neuem Roman heißt Tellur. Eine Substanz, die ebenso umstritten ist wie der Status den Landes, in dem es abgebaut wird: Telluria. Es liegt auf den Höhen des Altai-Gebirges und wird von dem exzentrischen aber beliebten Präsidenten Jean-François Trocart regiert. Gerade erst wurde der Staat von der Republik Baikal anerkannt. Dem Tellurhandel im Osten sind somit keine Grenzen mehr gesetzt. Einem Eroberer gleich schlägt Trocart zufrieden einen weiteren Tellurnagel in seinen Globus ein. Es ist weder die erste noch die letzte große symbolische Geste in Sorokins Roman.

Die komplette Besprechung gibt es auf fixpoetry.com.

Totenmaske

5. August 2015

Was man bei seinen Recherchen so alles findet… Es gibt also tatsächlich eine Totenmaske des Klonschafs Dolly. Wer hätte das gedacht? Was mich weniger überrascht, dass das ungewöhnliche Exponat ausgerechnet im Naturhistorischen Museum in Wien aufbewahrt wird. Ob die Maske dort aber auch dauerhaft ausgestellt wird, weiß ich leider nicht.


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