Archive for Dezember 2014

Frohes Fest euch allen!

24. Dezember 2014

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Strange Woman

17. Dezember 2014

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8. Dezember 2014

Am Freitag lese ich gemeinsam mit vielen wunderschönen Menschen in der ACC Galerie in Weimar! Alle wichtigen Infos gibt’s auf dem Flyer, der sich per Klick vergrößern lässt.

Mehr Infos zur Veranstaltung findet ihr hier und hier.

Mehr Infos zu Babelsprech hier.

 

Vermeintliche Sieger

2. Dezember 2014

Es ist vielleicht das verdienstvollste Lyrikprojekt dieses Herbstes. Mit der „Edition ReVers“ gibt das Berliner Verlagshaus J. Frank Bücher (fast) vergessener Dichter erstmals auf Deutsch heraus. Neben Übersetzungen von Konstantínos Kaváfis und Wladimir Majakowski gibt es einhundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges auch den Englischen War Poet Wilfred Owen zu entdecken.

In Großbritannien gilt Owen heute als einer der wichtigsten Autoren des Ersten Weltkrieges und das, obwohl Dichtergrößen wie William Butler Yeats seine Werke bis in die 1930er Jahre hinein scharf kritisierten. Hierzulande ist der 1893 geborene Owen weitgehend unbekannt. In seinem Nachwort vermutet Verleger und Übersetzer Johannes CS Frank: „Dies mag daran liegen, dass es in Deutschland schwerfällt, sich mit dem Leid vermeintlicher Sieger auseinanderzusetzen.“ Für Yeats war die Darstellung passiven Leidens schlichtweg „kein Gegenstand der Dichtung. In allen großen Tragödien [sei] die Tragödie eine Freude für denjenigen, der stirbt; in Griechenland tanzte der Chor in der Tragödie.“ Ein mehr als zynisches Urteil, angesichts der Millionen von verletzten und getöteten Soldaten und Zivilisten, die der so genannte „Great War“ forderte. Doch genau von ihnen will und muss Owen, Lieutenant der British Army, berichten. Und zwar auf seine Weise, wie er bereits im Vorwort seiner War Poems klarstellt:

Dieses Buch handelt nicht von Helden. Die englische Dichtung ist noch nicht soweit, von ihnen zu sprechen. Weder handelt es von Taten, von Ländern, noch irgendetwas wie Ehre, Ruhm, Majestäten, Herrschaft, Macht oder Kraft, nur von Krieg. Vor allem befasse ich mich nicht mit Dichtung. Es geht mir um den Krieg und um die Erbärmlichkeit des Krieges.

Die gesamte Besprechung ist zu finden auf fixpoetry.com

Hier geht’s zum Buch auf der Verlagsseite.


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