Zweiter Nachtrag zu „In Paris“

Walter Benjamin hat […] zwischen Erlebnissen (die episodisch sind) und Erfahrungen (die uns prägen, die sich mit unserer Identität und Geschichte verbinden und für diese relevant sind, die uns berühren oder verändern, wer wir sind) unterschieden. Das moderne Leben tendiere seines Erachtens dazu, erlebnisreich, aber erfahrungsarm zu sein. Der Unterschied zwischen beiden läßt sich leicht nachvollziehen, wenn Sie Ihre Erinnerung konsultieren. Benjamin zufolge benötigen wir Souvenirs als gleichsam externe Erinnerungsspuren, um diese bloß episodischen Erlebnisse zu erinnern, während wir echte Erfahrungen niemals vergessen würden.

Hartmut Rosa – Beschleunigung und Entfremdung

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