XO

Heute kam Post. Nicht zum ersten Mal. Aber es war das erste Mal, dass der Postbote ein ganzes Paket die Treppen hoch schleppen (Reim) musste, obwohl ich nur ein Buch bestellte. Aber es ist eben nicht nur ein Buch. Und auch nicht nur ein Buch. Es handelt sich um Francis Neniks Roman „XO“. Erschienen in diesem Jahr im neuen Kleinst-Independent-Verlag ed. cetera zu *fanfare* Leipzig.

Worum es in dem Roman geht, weiß ich noch nicht genau. Ein (kann man das jetzt noch) Klappentext (nennen), der auf der Schachtel (Schachtel? Ja dazu gleich mehr.) abgedruckt ist, vermittelt eine ungefähre Ahnung.

Der Roman hat stolze 853 Seiten, die als lose Blätter mit einer schicken roten Banderole umwickelt in einem Karton daherkommen. Sinn der Sache ist es, die Kapitel in selbst gewählter Reihenfolge lesen zu können. Das ganze ist echt ein schönes Experiment, dass man auch online lesen kann (so creative commons-mäßig), was aber keiner macht, weil alle die gedruckte Version kaufen und damit den Verlag unterstützen! Ne?

Ach ja, und Picasa hab ich heute auch entdeckt.

http://www.ed-cetera.de/

http://www.the-quandary-novelists.com/

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12 Antworten to “XO”

  1. Jan Kuhlbrodt Says:

    und das war anfang der neunziger

    http://postkultur.wordpress.com/2012/06/06/stattwerk-erweitert/

  2. Clarknova Says:

    d.h. alles schon mal dagewesen? oder reanimation einer alten idee?

  3. Jan Kuhlbrodt Says:

    ich bin auch am überlegen, mir den kasten, den du hast, zu bestellen. das projekt ist sehr sympathisch

  4. sandrameissner87@googlemail.com Says:

    Neben Perec gibt es auch noch Cortázars „Rayuela“, das, wenn ich die Rezensionsauszüge auf der Verlagswebseite von ed. cetera richtig deute,direkt mit „XO“ in Verbindung gebracht wird. Außerdem haben B. S. Johnson und Marc Saporta in den 1960er Jahren je ein Loseblatt-Buch veröffentlicht, bei Johnson waren es „The Unfortunates“ und bei Saporta die „Composition No. 1“. Aber das ist Vergangenheit, aktuell würde es mich interessieren, wie sich das Buch im Kasten eigentlich liest und ob es sich auch literarisch lohnt.

  5. Jan Kuhlbrodt Says:

    du siehst mario, wir warten auf eine besprechung

  6. Clarknova Says:

    liebe sandra, danke erstmal für die vielen hinweise. von b.s. johnson hatte ich sogar schon gehört. besprechung kommt zu gegebener zeit.
    gestern abend hab ich erstmal in bella triste 30 reingeschaut. auch ein schöner kasten. vieles ist aber nur spielerei.

  7. Sandra Says:

    Soweit ich weiß, ist Johnsons Gesamtwerk sogar auf Deutsch erschienen, vor ein paar Jahren bei Schneekluth. Johnson hat mit einer Reihe von Formen experimentiert, nicht nur mit losen Blättern, sondern auch mti zweispaltigen Texten, absichtlichen „Verschreibern“ (meine ich beides auch bei Nenik erkannt zu haben), eimal gab es, glaube ich, sogar einen Durchschuss in einem Buch mit Blick auf die Auflösung eines Rätsels in der Handlung.

    In die Bella Triste habe ich noch nie reingeschaut, nur von ihr gehört. Lese akuell die Edit Nr. 59 (da ist übrigens auch was von diesem Nenik drin), besonders gut gefallen hat mir die Geschichte mit dem Tier im Zoo, das einen Kassettenrekorder verschluckt hat.

    Aber ich schweife ab…

    Bin jedenfalls gespannt auf deine Besprechung.

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