Bloggen über Fußball – Neue Spieler für die Bayern?

Nach dem Mittelfußbruch von Daniel van Buyten im Spiel gegen Gladbach fehlt den Bayern jetzt also ca. 2 Monate lang ein Innenverteidiger. Damit werden die „echten“ Innenverteidiger bei Bayern Mangelware. Gerade mal Holger Badstuber und Jerôme Boateng sind noch verblieben. Zwar können Luiz Gustavo und Anatoliy Tymoshchuk als Innenverteiger eingesetzt werden, richtig gut haben aber beide auf dieser Position noch nicht gespielt. Sie sind eben beide defensive Mittelfeldspieler, so genannte „Sechser“.

In Anbetracht der Tatsache welche Ziele sich der FC Bayern für die laufende Saison gesteckt hat (Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger und nach Möglichkeit das Champions League-Finale im eigenen Stadion erreichen) wird der ohnehin kleinste Kader der Bundesliga mächtig dünn. – Und das Transferfenster ist nur noch bis 31.1. geöffnet. Sportdirektor Christian Nerlinger versichert fast täglich, dass keine Wintertransfers getätigt werden sollen. Ist das die richtige Entscheidung? Ich denke nicht.

Man muss bedenken, dass Daniel van Buyten nach der Heilung seines Bruchs eine Zeit brauchen wird, bis er wieder zur Form der Hinrunde findet. Das könnte also im April sein. Zwar sind alle entscheidenden Spiele erst im Mai, aber:

  1. Wer garantiert, dass Bayern in der Liga bis dahin keine Punkte mehr liegen lässt und in den Pokal-Wettbewerben einen Gegner nach dem anderen raushaut?
  2. Was passiert, wenn Badstuber und/oder Boateng sich verletzten?

Meiner Ansicht nach muss der FC Bayern seinen Kader qualitativ und quantitativ verstärken. Folgende „Wunschspieler“ könnten dabei helfen:

  • Jan Vertonghen (25, Kapitän von Ajax Amsterdam, belgischer Nationalspieler) – ist „gelernter“ Innenverteidiger, kann aber auch als linker Außenverteidiger und defensiver Mittelfeldspieler eingesetzt werden. Zudem immer für ein Tor gut (van Buyten-Faktor!) Wäre ein perspektivischer Transfer. Bayern soll tatsächlich interessiert sein.
  • Gregory van der Wiel (23, Ajax Amsterdam, niederländischer Nationalspieler) – ist rechter Außenverteidiger (z. Zt. eine Rarität auf dem Transfermarkt) mit ordentlicher Offensivqualität. Würde v.a. im Zusammenspiel mit Arjen Robben auf dem rechten Flügel ziemlich gut funktionieren. Boateng könnte dadurch dauerhaft in der Mitte spielen, Rafinha (auch RV) als hochwertiger Backup. Galt schon vor der laufenden Saison (neben Fabio Coentrao – du Arsch!) als Wunschkanditat.

Außerdem fände ich einen weiteren Mittelfeld-Allrounder von der Qualität eines Toni Kroos gut. Aber ich denke David Alaba wird das früher oder später hinbekommen. Weitaus wichtiger wäre ein weiterer Mittelstürmer, gerne auch schon etwas älter. Ein erfahrener Mann, der keine Zicken macht, wenn er auf der Bank sitzt und als todsicherer Joker fungieren kann, wenn Gomez einen schlechten Tag hat. Eigentlich ist Ivica Olic so jemand. Aber es wird noch Spiele (vor allem in der CL) geben, wo die Bayern ihn als hängende Spitze mit Kampfsauqualitäten braucht. Und zwar über mehr als 20 Minuten. Leider ist er noch nicht wieder so fit, wie er für seine Spielweise sein müsste.

Bliebe noch Nils Petersen, der sicher kein schlechter Spieler ist, aber bei Bayern nicht zum Zug kommen wird. Man kann ihn nicht in der 80. Minute eines CL-Spiels bringen und sich drauf verlassen, dass er eiskalt knipst und so ein Spiel entscheidet. Das ist kein Vorwurf, aber dazu fehlt ihm einfach die Erfahrung und die Abgebrühtheit.

Als „Wunsch-Jokerstürmer für alle Fälle“ mit Zwei-Jahres-Vertrag schlage ich vor:  Dimitar Berbatov (30, auf dem Abstellgleis bei Manchester United) – war ohnehin im Gespräch. Ist auch als hängende Spitze einsetzbar und hat in dieser Saison in neun Ligaspielen sechs Tore geschossen (bei fünf Einwechslungen = Joker!)

EDIT: Blöderweise sind alle drei „Wunschspieler“ nicht mehr in der laufenden CL-Saison einsetzbar. *andenkoppklatsch* Naja, dann muss es eben doch Dante werden. 😉

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6 Antworten to “Bloggen über Fußball – Neue Spieler für die Bayern?”

  1. lego Says:

    ein taktisches konzept würde den bayern noch besser stehen

    • Clarknova Says:

      naja, es ist ja nicht so, als ob sie keins hätten. heynckes hat sich van gaals ballbesitz-taktik zunutze gemacht und darauf aufbauend angriff und verteidigung ausbalanciert (46:13 tore nach 19 spielen!). zudem ist das offensivspiel durch toni kross nicht nur flexibler, sondern auch kreativer geworden.
      forderte van gaal noch den reinen ballbesitz, will heynkces aus dem ballbesitz heraus schnelle angriffe sehen. allein die umsetzung klappt nicht immer. v.a. gegen kompakt verteidigende mannschaften wie gladbach.

  2. lego Says:

    ich habe nicht das gefühl, dass bayern-spieler wissen, wo ihre mitspieler stehen oder gleich hinlaufen werden. bei keiner anderen mannschaft dauert der prozess ballannahme-kopfhochnehmen-ball abspielen so lange wie beim fcb.

  3. lego Says:

    ich will da ja nicht drauf herumreiten, aber ein treffendes fazit zum hamburg-spiel war übrigens „ideenlos“

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