Wie leben, wie wohnen?

Die Frage wie wir leben wollen ist eng mit der Frage verbunden, wie wir wohnen wollen und umgekehrt. Doch es ist immer auch die Frage danach, wie man wohnen kann und darf. Und die Antwort auf diese Frage fängt bei der Analyse dessen an, welche Möglichkeiten mir der Ort bietet an dem ich lebe. Bekanntlich ist die Stadt Leipzig trotz zuletzt steigender Mieten immer noch ein deutsches Wohnparadies – verglichen z. B. mit München. Doch die Zeiten, in denen freie Kreative riesige Altbauwohnungen zu Spottpreisen bekommen ist auch in Leipzig vorbei. Die Stadt wird voller und wohntechnisch enger. Die eine Seite des Problems ist – natürlich – das Schreckgespenst Gentrifizierung. Die andere Seite ist aber die Architektur, als fundementale Voraussetzung des Wohnens überhaupt. An diesem Punkt beginnt die Wechselwirkung von Leben und Wohnen. Und es liegt auf der Hand, dass die Mauern, die uns heimelich umgeben die Mauern sind, die unser Leben mitdefinieren. Niklas Maak hat sich in einem Artikel für die FAZ seine Gedanken zu diesem Problem gemacht und stellt Lösungsansätze vor. Ein sehr lesenswerter Text wie ich finde.

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2 Antworten to “Wie leben, wie wohnen?”

  1. anniefee Says:

    Danke für den Hinweis zum Text.
    Dass weder die WG mit dem geteilten Minibad noch das kreditfinanzierte Häuschen in der Peripherie das Gelbe vom Ei ist, wird immer mehr Leuten bewusst, zum Glück 😉

  2. anne Says:

    das ist wirklich ein schöner artikel. moderne und idylle passen also doch zusammen.
    gegen das modell „eigenheim“ habe ich mich für meine vorstellung vom leben und wohnen immer gewehrt. klar habe ich in den häusern befreundeter familien auch die vorteile bemerkt (eigenes stück grün, keine pappwände, hinter denen nachbarn streiten, …), aber das miefigpiefige, dieses muttihafte, das diesen häusern anhaftet, überwiegt dann meist doch.
    da scheint diese lösung weitaus besser zu sein; vor allem flexibler, wenn sich zahl und alter der bewohner verändern. von der ökobilanz mal ganz zu schweigen.

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