Archive for Januar 2012

109 Lieblingslieder – Teil 30

30. Januar 2012

Thomas D

74. Rückenwind
75. Uns trennt das Leben
76. Liebesbrief

Thomas D ist nicht nur ein saucooler Typ, sondern auch ein verdammt intelligenter Texter, der der deutschen Sprechgesangsmusik die Tiefe gibt, die sie verdient.

http://www.myvideo.de/movie/3395959
Thomas D. – Uns trennt das Leben – MyVideo

Bloggen über Fußball – Neue Spieler für die Bayern?

24. Januar 2012

Nach dem Mittelfußbruch von Daniel van Buyten im Spiel gegen Gladbach fehlt den Bayern jetzt also ca. 2 Monate lang ein Innenverteidiger. Damit werden die „echten“ Innenverteidiger bei Bayern Mangelware. Gerade mal Holger Badstuber und Jerôme Boateng sind noch verblieben. Zwar können Luiz Gustavo und Anatoliy Tymoshchuk als Innenverteiger eingesetzt werden, richtig gut haben aber beide auf dieser Position noch nicht gespielt. Sie sind eben beide defensive Mittelfeldspieler, so genannte „Sechser“.

In Anbetracht der Tatsache welche Ziele sich der FC Bayern für die laufende Saison gesteckt hat (Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger und nach Möglichkeit das Champions League-Finale im eigenen Stadion erreichen) wird der ohnehin kleinste Kader der Bundesliga mächtig dünn. – Und das Transferfenster ist nur noch bis 31.1. geöffnet. Sportdirektor Christian Nerlinger versichert fast täglich, dass keine Wintertransfers getätigt werden sollen. Ist das die richtige Entscheidung? Ich denke nicht.

Man muss bedenken, dass Daniel van Buyten nach der Heilung seines Bruchs eine Zeit brauchen wird, bis er wieder zur Form der Hinrunde findet. Das könnte also im April sein. Zwar sind alle entscheidenden Spiele erst im Mai, aber:

  1. Wer garantiert, dass Bayern in der Liga bis dahin keine Punkte mehr liegen lässt und in den Pokal-Wettbewerben einen Gegner nach dem anderen raushaut?
  2. Was passiert, wenn Badstuber und/oder Boateng sich verletzten?

Meiner Ansicht nach muss der FC Bayern seinen Kader qualitativ und quantitativ verstärken. Folgende „Wunschspieler“ könnten dabei helfen:

  • Jan Vertonghen (25, Kapitän von Ajax Amsterdam, belgischer Nationalspieler) – ist „gelernter“ Innenverteidiger, kann aber auch als linker Außenverteidiger und defensiver Mittelfeldspieler eingesetzt werden. Zudem immer für ein Tor gut (van Buyten-Faktor!) Wäre ein perspektivischer Transfer. Bayern soll tatsächlich interessiert sein.
  • Gregory van der Wiel (23, Ajax Amsterdam, niederländischer Nationalspieler) – ist rechter Außenverteidiger (z. Zt. eine Rarität auf dem Transfermarkt) mit ordentlicher Offensivqualität. Würde v.a. im Zusammenspiel mit Arjen Robben auf dem rechten Flügel ziemlich gut funktionieren. Boateng könnte dadurch dauerhaft in der Mitte spielen, Rafinha (auch RV) als hochwertiger Backup. Galt schon vor der laufenden Saison (neben Fabio Coentrao – du Arsch!) als Wunschkanditat.

Außerdem fände ich einen weiteren Mittelfeld-Allrounder von der Qualität eines Toni Kroos gut. Aber ich denke David Alaba wird das früher oder später hinbekommen. Weitaus wichtiger wäre ein weiterer Mittelstürmer, gerne auch schon etwas älter. Ein erfahrener Mann, der keine Zicken macht, wenn er auf der Bank sitzt und als todsicherer Joker fungieren kann, wenn Gomez einen schlechten Tag hat. Eigentlich ist Ivica Olic so jemand. Aber es wird noch Spiele (vor allem in der CL) geben, wo die Bayern ihn als hängende Spitze mit Kampfsauqualitäten braucht. Und zwar über mehr als 20 Minuten. Leider ist er noch nicht wieder so fit, wie er für seine Spielweise sein müsste.

Bliebe noch Nils Petersen, der sicher kein schlechter Spieler ist, aber bei Bayern nicht zum Zug kommen wird. Man kann ihn nicht in der 80. Minute eines CL-Spiels bringen und sich drauf verlassen, dass er eiskalt knipst und so ein Spiel entscheidet. Das ist kein Vorwurf, aber dazu fehlt ihm einfach die Erfahrung und die Abgebrühtheit.

Als „Wunsch-Jokerstürmer für alle Fälle“ mit Zwei-Jahres-Vertrag schlage ich vor:  Dimitar Berbatov (30, auf dem Abstellgleis bei Manchester United) – war ohnehin im Gespräch. Ist auch als hängende Spitze einsetzbar und hat in dieser Saison in neun Ligaspielen sechs Tore geschossen (bei fünf Einwechslungen = Joker!)

EDIT: Blöderweise sind alle drei „Wunschspieler“ nicht mehr in der laufenden CL-Saison einsetzbar. *andenkoppklatsch* Naja, dann muss es eben doch Dante werden. 😉

109 Lieblingslieder – Teil 29

22. Januar 2012

73. Yann Tiersen – Comptine d’un autre été: l’apres midi

Ihr kennt es alle aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Dieses Lied, dieser Soundtrack, dieser Film hat mich gelehrt, dass die Kleinen Dinge des Lebens, die Details an denen Tausende Andere vorbeigehen, die Poesie dieser Welt ausmachen.

Comptine d’un Paris Vide from Pierre jules Arnaud on Vimeo.

Zum Video: Was soll ich sagen? Paris, c’est ma ville.

Alles Gute Kurt Tucholsky!

9. Januar 2012

Heute wäre Kurt Tucholsky 122 Jahre alt geworden.

Augen in der Großstadt
Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
dann zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das? Vielleicht dein Lebensglück…
vorbei, verweht, nie wieder.

Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang,
die dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt;
du hast’s gefunden,
nur für Sekunden…
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das? Kein Mensch dreht die Zeit zurück…
vorbei, verweht, nie wieder.

Du mußt auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe dein
Genosse sein.
Es sieht hinüber
und zieht vorüber…
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das? Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder.

Wie leben, wie wohnen?

4. Januar 2012

Die Frage wie wir leben wollen ist eng mit der Frage verbunden, wie wir wohnen wollen und umgekehrt. Doch es ist immer auch die Frage danach, wie man wohnen kann und darf. Und die Antwort auf diese Frage fängt bei der Analyse dessen an, welche Möglichkeiten mir der Ort bietet an dem ich lebe. Bekanntlich ist die Stadt Leipzig trotz zuletzt steigender Mieten immer noch ein deutsches Wohnparadies – verglichen z. B. mit München. Doch die Zeiten, in denen freie Kreative riesige Altbauwohnungen zu Spottpreisen bekommen ist auch in Leipzig vorbei. Die Stadt wird voller und wohntechnisch enger. Die eine Seite des Problems ist – natürlich – das Schreckgespenst Gentrifizierung. Die andere Seite ist aber die Architektur, als fundementale Voraussetzung des Wohnens überhaupt. An diesem Punkt beginnt die Wechselwirkung von Leben und Wohnen. Und es liegt auf der Hand, dass die Mauern, die uns heimelich umgeben die Mauern sind, die unser Leben mitdefinieren. Niklas Maak hat sich in einem Artikel für die FAZ seine Gedanken zu diesem Problem gemacht und stellt Lösungsansätze vor. Ein sehr lesenswerter Text wie ich finde.


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