Archive for Oktober 2011

Exkremento. Beobachtungen, keine Anklage

28. Oktober 2011

Es scheint zum Konzept der Band In Extremo zu gehören gewisse Ideen von anderen Bands zu „entleihen“. Einen ersten Hinweis darauf gab die Band Tanzwut (aka. Corvus Corax) bereits im Jahre 1998. In dem Song Exkremento heißt es:

Geistlos steht in meinem Schatten
Ein Extremo, lauert geil,
Exkremento abzufassen,
Zu verschlingen einen Teil…

In Interviews aus dieser Zeit konnte man zwischen den Zeilen vielleicht raushören, dass In Extremo Songs bzw. Bearbeitungen von mittelalterlichem Liedgut „entlehnt“ haben. Weiß ich aber nicht genau…

Bereits 1995 gab es auf dem Subway to Sally-Album MCMXCV eine Version von Francois Villons‘ Erdbeermund. In Deutschland ist der Text v.a. durch die Rezitation durch Klaus Kinski bekannt geworden. Lange Zeit gehörte das Lied zum festen Bestand von Subway to Sallys Liverepertoire.

2003 schafften es In Extremo dann mit einem Musikvideo zu VIVA. Der Song – Überraschung: Erdbeermund. Aus der schönen Subway-Ballade wurde ein schlecht verrocktes Irgendwas. Der Songs war übrigens auf dem Album 7 zu finden. 2005 kam dann wiederum Subway to Sally mit einer Single Sieben. Geplänkel? Wie dem auch sei…

2008 veröffentlicht die nahezu unbekannte Newcomer-Band Coldplay ein Album mit dem Titel Viva la Vida. Auf dem Cover ist das berühmte Gemälde Eugene Delacroix‘ zur französischen Revolution von 1830 zu sehen. Schöne Idee. 2011 bringt In Extremo eine neue Single. Sie heißt Viva la Vida. Das Cover ziert eine wehende Fahne, deren Farben irgendwie an die Tricolore erinnert…

Naja und wenn die anderen Bands mal nichts liefern, kann sich In Extremo immer noch selbst zitieren. Also sich was aus alten Albentiteln und Nationalhymnen zusammenbasteln, wie im Song Nur ihr allein:

Auferstanden aus Ruin‘
Werden wir verehrt und angespien

Nicht schlimm, aber arg einfallslos.

109 Lieblingslieder – Teil 25

27. Oktober 2011

62. Skunk Anansie – Charlie Big Potatoe

Hatte mich 2010 sehr über das Comeback gefreut. Aber nur, weil ich so die Chance hatte die vier Londoner endlich mal live zu erleben. War ein geiles Konzert.

109 Lieblingslieder – Teil 24

23. Oktober 2011

Wolfsheim

60. Künstliche Welten
61. Find you’re gone

Meiner Ansicht nach die unterschätzteste Band Deutschland. Eigentlich hätten Wolfsheim das Zeug dazu gehabt Ende der 1990er/Anfang der 2000er zu echten Weltstars aufzusteigen. Entweder wollten sie das nicht oder sie wurden wirklich so missachtet, wie es mir immer vorkommt. Okay, sie hatten 2-3 große Hits, aber dennoch nie den ganz großen Durchbruch. Ich kann’s nicht verstehen. Allein schon wegen Peter Heppners Stimme nicht, die für mich zu den schönsten überhaupt gehört.

Nun ja, jetzt ist es zu spät. Ich glaube nicht mehr an ein Comeback des Duos.

109 Lieblingslieder – Teil 23

20. Oktober 2011

59. Björk – Jóga

Die Übermutter aller post-modern-experimental-electronic-avantgarde-female-vocalist-acts. Björk gehört unbestreitbar in die erste Liga der lebenden Musiker, die Musik noch als ein Kunst verstehen und nicht als ein Massenprodukt. Daher auch ihr Mut zum Schwer- oder Unverdaulichen. Meist aber doch eingängiger, als ihre Kritiker wahrhaben wollen.

It’s a global thing

16. Oktober 2011

109 Lieblingslieder – Teil 22

12. Oktober 2011

Silke Bischoff/18 Summers

56. Down in the Park (unplugged)
57. Down in the Park (Studio Version)
58. Aj:Na

The Church of Silke Bischoff.

In der Strafkolonie, glassghost

10. Oktober 2011

In der Strafkolonie, glassghost.

Thank God!

8. Oktober 2011

Le Marais, Paris, April 2o11.

Meine erste Radioplaylist (Radio Edit – 8.10.11)

6. Oktober 2011

[Ich nehme alles zurück und entschuldige mich. Die Playlist wurde doch noch gespielt. Nur scheinbar geschoben, etwas zerpflückt, oder was weiß ich… Sorry Sorry!]

Zum Ende meiner Zeit bei mephisto 97.6 durfte ich dann ne Playlist erstellen. […] Ich hab alles beachtet: das Stimmungs-U, den Wechsel der Genres, den Ausgleich von neuen und alten Songs etc. […] Für euch zum Nachhören, gibt es sie nun hier:

Erste Stunde

  1. Moby – That‘ When I Reach For My Revolver (Animal Rights) (3:55)
  2. Florence + The Machine – What The Water Gave Me (Single) (5:32)
  3. Johnny Cash – Solitary Man (American III: Solitary Man) (2:25)
  4. Casper – Alaska (XOXO) (4:37)
  5. Julia Marcell – Crows (June) (5:23)

Zweite Stunde

  1. Nine Inch Nails – The Hand That Feeds (With Teeth) (3:32)
  2. Austra – Lose It (Radio Edit) (Feel It Break) (3:37)
  3. Einstürzende Neubauten – Dead Friends (around the corner) (Perpetuum Mobile) (4:59)
  4. Rainald Grebe – Burnout (Zurück zur Natur) (5:11)
  5. The C-Types – Jockey Full Of Bourbon (Devil On 45) (3:20)
  6. Rubin Steiner & Ira Lee – Noise In The City (We Are The Future) (3:06)

Ersatztrack erste Stunde: Massive Attack – Butterfly Caught (7:34)

Ersatztrack zweite Stunde: The Mighty Mocambos – A Brighter Darkness (4:33)

What would Clarknova do?

4. Oktober 2011

Kennt ihr den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“? Warum ich das frage? Heute wurde bekannt, dass Robbie Williams die Boyband Take That verlässt. Und ich frage mich seitdem, ob ich in einer nicht enden wollenden Zeitschleife im Jahr 1995 stecke oder ob ich über Nacht in der Zeit zurück gereist bin oder was auch immer.

Gehen wir mal einen Moment davon aus, es sei 1995 und ich hätte das Wissen von 2011. Was würde ich tun:

  • die Menschen vor George W. Bush warnen?
  • die Anschläge vom 11. September 2001 verhindern?
  • die Eurozone verhindern?
  • New Economy-Aktien kaufen und sie im Winter 1999/2000 verkaufen
  • die Gründung der Sportfreunde Stiller verhindern?
  • Lady Di persönlich vom Essen abholen?
  • das Privatfernsehen wieder abschalten
  • das Champions League-Finale von 1999 in der 89. Minute abpfeifen!
  • entspannt ins Elfmeterschießen des Champions League-Finales von 2001 gehen
  • die Elbufer vor dem 9. August 2002 befestigen lassen
  • sämtliche Elektrokabel der Anna-Amalia-Bibliothek vor dem 2. September 2004 wechseln lassen
  • die Thailändische Küste am 25. Dezember 2006 evakuieren lassen

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