Archive for August 2010

Der Bundespräsident

27. August 2010

Clark Nova feat. noplacespecial (aka. The Joseph Boys) präsentieren freudig das erste, unbearbeitete Ergebnis der Bundespräsidenten-Session.

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Optimismus

23. August 2010

Auf dem Elberadweg, irgendwo zwischen Wittenberg und Torgau.

Kasse des Vertrauens

20. August 2010

Auf der Elberadweg-Tour von Magdeburg nach Dresden, habe ich in Wörlitz diese Impression eines Sportplatzes eingefangen. Hier glaubt man noch an das Gute im Menschen und hofft auf den autoritären Eindruck, den der Kassenautomat auf die Sportfreunde macht.

Eine Landstraße

4. August 2010

Sie sah das Reh schon von weitem auf der Straße liegen. Es war nicht sehr neblig in dieser Nacht und die Augen des Tieres reflektierten deutlich das Scheinwerferlicht. Sie fürchtete, dass der gesamte Sprung die Straße noch überqueren könnte und fuhr deshalb automatisch langsamer. Auf Höhe des Rehs hielt sie schließlich an, denn sie sah, dass es noch lebte. In dieser Gegend ist es üblich verletzte Wildtiere dem örtlichen Förster zu melden. Man kennt sich.

Bevor sie ausstieg schaltete sie die Warnblinkanlage ein, ließ den Motor jedoch laufen. In diesem Moment wusste sie noch nicht, was sie eigentlich mit dem Tier anstellen wollte. Bloß weg von der Straße mit dir, dann hast du vielleicht noch eine Chance. Mitleidig sah sie dem Reh in die Augen. Es war bei vollem Bewusstsein und schien lediglich ein gebrochenes Bein zu haben. Gleichzeitig erkannte sie, dass das Reh schon zu groß und dementsprechend zu schwer war, als dass sie es allein hätte bewegen können. Außerdem fürchtete sie es könnte in Panik geraten, wenn sie beginnen würde an dem ungewöhnlich massigen Körper herumzuzerren. Wer kann schon mit Sicherheit sagen, wie ein wildes Tier reagiert, wenn es in Panik gerät. Auch wenn es sich dabei nur um ein Reh handelt.

Als sie die zwei Schritte zum Wagen ging, um ihr Handy zu holen, sah sie im Augenwinkel Licht auf der Gegenspur. Aus dem nahe gelegenen Dorf kam ein Auto mit überhöhter Geschwindigkeit angerast. Sie begriff nicht sofort was geschah und hörte nur einen dumpfen Knall dicht neben sich. Die Bremslichter, welche kurz darauf in die Nacht verschwanden, galten nur der leichten Kurve, welche die Straße hier machte.

Vor Schreck erstarrt stand sie dicht an den Wagen gepresst. Auf dem Mittelstreifen lagen jetzt nur noch Blut, Knochen und Eingeweide. Ohne sich noch einmal umzublicken stieg sie ein und fuhr nach Hause.


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