Archive for Mai 2010

Meanderings

29. Mai 2010

Kennt ihr das, wenn euch manchmal aus heiterem Himmel oder auf mäandrischen Wegen ein Stück Vergangenheit vor die Füße fällt, dass ihr ganz und gar vergessen habt? So ging es mir, als ich vorletzte Nacht zufällig wieder auf diesen Song aus meiner Mittelalter-Rock-Gruftie-Sturm-und-Drang-Zeit stieß. Die Band Daddy Long Legs hat sich wohl schon vor sechs Jahren aufgelöst und auch nur ein Album gemacht. Keine Ahnung was aus denen geworden wäre… Ich hab sie immerhin mal live gesehen; auf meinem ersten WGT 2002.

Fetzen #2

28. Mai 2010

Ich hatte nie das Bedürfnis meinem Vater ein Kind zu gebären.

Das Poetische ist das partiell Unverständliche.

Man muss nicht jeden Gedanken denken, nur weil es möglich ist.

An den ewigen Retrowellen in Kultur und Mode lässt sich die Ohnmacht unserer Zeit vor der Gegenwart ablesen. Soll denn alles immer nur post-post-post-post-postmodern sein?

unpolitische Zeiten

Der Kopf als Traumfabrik im 3-Schichten-System.

Selbst wenn ich meinen Verstand entkalke, koche ich doch nur mit Wasser.

Wenn man nicht jeden blöden Einfall zu einem Gedicht verwursten will, bleibt einem nur die kurze Prosa.

Frist zur Nichteinhaltung meiner Pläne

Fetzen

18. Mai 2010

(Gesammeltes, Aufgeschnapptes, Weitergedachtes.)

Fahrrad zu fahren bedeutet die Freiheit zu haben, zu gehen wann man will.

Der Streithahn fraß den Zankapfel und erstickte daran.

Ich ahne nur, wo deine Augen sind.

Geschäftigkeit vor leeren Rängen.

Es ist immer ein „Ich“, dass „Wir“ sagt.

Seit Tagen liege ich auf dem Sofa. Um mich herum liegen die Gedanken.

Rauschgift

bummeln

gebrochener Realismus

Würden wir es wirklich anders machen, wenn wir wüssten wie es ausgeht?

Die Bar war nicht mehr, als ein Loch in der Wand.

Am Eingang des Hallenbades riecht es nach Turnstunde und Ertrinken.

Maybe I lost contact to the world.

Er saß allein in einem Highway Café und blätterte in einem Schußwaffenkatalog.

besommern

Zur Situation des Menschen

12. Mai 2010

Es steckt schon eine besondere Ironie in der Existenz des Menschen. An seiner Vernunftbegabung muss er letztendlich zu Grunde gehen.

So wurde ihm zu Anbeginn der Zeit von den Göttern das Geschenk der Unsterblichkeit gegeben. Doch anstatt das schwere Geschenk in Demut anzunehmen und in alle Ewigkeit fort zu tragen, legte er es auf den Rücken eines schwerfälligen Esels, um es nicht den weiten Weg vom Himmel hinab zur Erde tragen zu müssen. Als es dem Esel jedoch kurz vor der Ankunft auf der Erde dürstete, beugte er sich hinab zu einer kleinen Quelle um daraus zu trinken. Die Unsterblichkeit des Menschen fiel dabei ins Wasser und trieb uneinholbar davon. Seit dem versucht der Mensch vergeblich das teure Geschenk wieder zu erlangen.

(frei nach Francis Bacon, 1609)


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