„meine liebe“ – Ulrich Zieger in der Frankfurter Anthologie

2. Oktober 2018

In der Frankfurter Anthologie stellt Gisela Trahms das Gedicht „meine liebe“ von Ulrich Zieger vor.

Gibt es Eindeutigeres als die auf einer Skala bis zu Hundertstelgraden messbare Hitze, gibt es Vieldeutigeres als die Liebe? Trotzdem werden sie in der Poesie seit jeher in der Metapher des Feuers verbunden … Ziegers Gedicht nippt nur an diesen Traditionen, etwa indem der Sprechende seine Liebe als „hohe“ ironisiert, als hätte sie im Kontext mittelalterlicher Minne stattgefunden. (Der ganze Artikel hier.)

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Kito Lorenc

17. August 2018

 

NIN/LP

5. August 2018

Holy shit! Wie konnte mir das all die Jahre entgehen?

Zum Vergleich das Original vor ein paar Wochen live in Berlin. Einer der Hinterköpfe in der Mitte gehört mir. Die crowd hatte wirklich eine unheimliche Energie an dem Abend. Ich bin mit ein paar amtlichen Prellungen nach Hause gefahren. Aber das war es wert.

Ulrich Zieger † 23.7.2015

23. Juli 2018

Heute vor drei Jahren starb der großartige Dichter Ulrich Zieger. Vergesst ihn nicht. Autoren dieser Art sind rar. Hier gibt es einen Ausschnitt seiner Lesung aus Durchzug eines Regenbandes auf der Burg Ranis.

Das Aufschreiben und Mitschreiben

1. Juni 2018

Anfang des Jahres gab es in der Salzburger Literaturzeitschrift Mosaik ein kleines Portrait über mich und meine Arbeitsweise des Notierens. Man kann das hier bzw. hier nachlesen.

Wie es der Zufall wollte schrieb die Berliner Literaturzeitschrift Metamorphosen (Verbrecher Verlag) kurz darauf einen Call for Paper zum Thema Journal aus. Ich habe meine Notizen aus dem Jahr 2017 gesichtet und das Journal Die Hähne auf Hydra daraus kompiliert. Auszüge daraus sind nun in der 21. Ausgabe des Magazins erschienen. Der Text beginnt mit dem Satz „Es ist zu wenig Gelb in der Welt.“

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

 

„Jeder weiß“ – Philip Roth 1933 – 2018

23. Mai 2018

Mit „Jeder weiß“ ruft man das Klischee an und beginnt mit der Banalisierung der Erfahrung, und das eigentlich Unerträgliche sind die Feierlichkeit und das Gefühl der Autorität, mit der die Leute das Klischee aussprechen. Wir wissen nur, dass auf individuelle Weise niemand irgend etwas weiß.

— Der menschliche Makel

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Es gab eine Zeit, in der mir seine Bücher die Welt bedeuteten. Anfang 2005, ich stand kurz vor’m Abi, habe ich angefangen Philip Roth zu lesen. Mit Der menschliche Makel ging es los, das mich sofort umgehauen hat. In kurzer Folge habe ich in den kommenden Monaten und Jahren einen Roth nach dem anderen aufgesogen und viel über Literatur und das Erzählen gelernt. Nach Jedermann habe ich dann einen Schnitt gemacht, weil es mir seltsam erschien als junger Mann mehr und mehr in den Erfahrungsraum eines alternden Mannes gezogen zu werden, der zunehmend von Krankheit und Tod bestimmt wird. Ich hab das annähernd gefühlt, so intensiv war das Roth-Lesen für mich.

Ich hab dann pausiert. Hier und da einen „schmalen“ Roth gelesen und im Studium eine Hausarbeit über Die Brust geschrieben, die meine Dozentin nicht gefiel.

Dreizehn Jahre ist das jetzt her, als ich Der menschliche Makel gelesen habe. Und mir bleibt vor allem diese Stelle unvergesslich, diese bedrückende Situation in der Coleman Silk mit diesen einschneidenden Worten „jeder weiß…“ konfrontiert wird. Dreizehn Jahre und das Taschenbuch riecht mittlerweile schon leicht nach Antiquariat. Nicht nach dem Alter, aber dem Altern.

Gestern ist Philip Roth dem Alter erlegen, das er in einem Interview einmal als Massaker bezeichnet hat. Das ist traurig. Das ist ein Verlust. Das ist nicht zu ändern. Exit Ghost.

#teamköhlmeier

9. Mai 2018

Avalanche

2. Mai 2018

This was a trial where the ‘crime’ was journalism, and the only ‘evidence’ was journalistic activities

27. April 2018

Joint Statement on the Cumhuriyet trial: 30 media freedom and freedom of expression organisations call on the institutions of the Council of Europe and its member states to remind Turkey of its international obligation to respect and protect human rights.

While three Cumhuriyet staff were acquitted, all the remaining journalists and executives were handed sentences of between 2 years, 6 months and 8 years, 1 month. Time already served in pretrial detention will likely be taken into consideration, however all will still have jail terms to serve, and those with the harshest sentences would still have to serve approximately 5 years. Travel bans have been placed on all defendants, barring the three that were acquitted, in a further attempt to silence them in the international arena.

[…]

The guilty verdicts against the Cumhuriyet journalists and executives must be overturned and the persecution of all other journalists and others facing criminal charges merely for doing their job and peacefully exercising their right to freedom of expression must be stopped. The authorities must immediately lift the state of emergency and return to the rule of law. The independence of the Turkish courts must be reinstated, enabling it to act as a check on the government, and hold it accountable for the serious human rights violations it has committed and continues to commit.

[…]

Furthermore, we call on the institutions of the Council of Europe and its member states to remind Turkey of its international obligation to respect and protect human rights, in particular the right to freedom of expression and the right to a fair trial, and to give appropriate priority to these issues in their relations with Turkey, both in bilateral and multilateral forums. In addition, the Council of Europe’s member states should provide adequate support to the ECtHR.

[…]

Die komplette Erklärung hier lesen.

#freethemall

#teamwinkler

27. April 2018

„Klagenfurt hat am Dienstag mit einem Festakt im Wappensaal das 500-jährige Bestehen der Stadt gefeiert. In seiner Rede sorgte Autor Josef Winkler für einen Eklat, er griff Jörg Haider an, daraufhin verließ der dritte Landtagspräsident Josef Lobnig (FPÖ) den Festakt.“

woraufhin

„Wegen Josef Winklers Attacken auf die FPÖ bei seiner Rede im Rahmen des Festaktes zu 500 Jahre Klagenfurt am Dienstag wird die FPÖ Anzeige wegen Verhetzung erstatten. Winkler griff neben der Partei auch den verstorbenen Landeshauptmann Jörg Haider scharf an.“

Kauft, lest, empfehlt, verbreitet Bücher von Josef Winkler.

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